Browsing by Author "Brüche, Ernst"
Now showing 1 - 6 of 6
Results Per Page
Sort Options
- ItemDas Polieren von Glas Teil V: Kompression und Plastizität von Glas(Offenbach : Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft, 1958) Brüche, Ernst; Peter, Klaus; Poppa, HelmutDie Untersuchungen über das Polieren von Glas wurden fortgesetzt zur Klärung einiger Fragen, die im Anschluss an die bisher gewonnenen Vorstellungen aufgetaucht sind. Diese betreffen einmal das Wiederauftauchen von Kratzern nach dem Auspolieren (Preston) und zweitens die Frage, ob Glasplastizität an Wasseraufnahme des Glases gebunden sei, ob es also Mikroplastizität im Sinne Smekals gäbe. Es wird gezeigt, dass das Wiederauftauchen der Polierkratzer beim Ätzen als Wirkung von tiefgreifenden Spannungserscheinungen im Glas unter den Kratzspuren zu deuten ist und dass gewisse Brucherscheinungen beim Ritzen auf ausgetrocknete Glasoberflächenschichten zurückzuführen sind. Es wird aus den Versuchen geschlossen, dass Prestons Beobachtungen nicht gegen die gewonnenen Vorstellungen vom Poliervorgang sprechen und dass Mikroplastik des Glases im strengen Smekalschen Sinne eine reelle Escheinung ist.
- ItemDas Polieren von Glas Teil VI: Oberflächenfehler bei technischem Glas(Offenbach : Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft, 1960) Brüche, Ernst; Peter, KlausBei der Fertigung von Spiegelglas treten Fehler auf, die unter den Bezeichnungen Ferrassenkratzer, Polierkette, Wischer, Filasse, Grau, Piqüre und Froschhaut bekannt sind. Diese Fehler werden einer Untersuchung mit Licht- und Interferenz- sowie Elektronenmikroskop und nach dem Schlieren- sowie dem Tolansky-Interferenzverfahren unterzogen. Die Befunde der Form-, Größen- und Tiefenbestimmung erlauben eine klare Klassifikation. Die Untersuchung von Piqüre führte zu der Feststellung, dass es sich um relativ seltene und sehr tiefe Aussprünge aus der sonst gut polierte Oberfläche handelt. Die Löcher sind mit einer Masse aus Polierrot und Polierproduktion (Gel) gefüllt. Dieser verklebte Brei ist von einer die ganze Fläche überdeckenden Verschmierungshaut überzogen, die ein flaches, fast auspoliertes Schleifgrübchen vortäuscht. Die Füllung des Piqüreloches lässt sich mit einer Diamantspitze herausdrücken oder mit Flusssäure herausätzen, wobei dann das gefässartige Grübchen sichtbar wird. Mit diesem Befund finden die Angaben von Autoren, "Polierrot werde in die Glasfläche einpoliert" und "Schleifgrübchen würden zupoliert" als spezielle (Fehler-)Erscheinungen ihre Deutung. - Die Froschhaut nimmt unter den Fehlern eine Sonderstellung ein. Nach wie vor gilt nach unserer früheren Ergebnissen, dass eine einwandfreie Politur Abtragung des Oberflächengebirges und der von Sprüngen zerrissenen Schicht darunter bedeutet; danach wird eine glättende Polierhaut von Bruchteilen eines µ Dicke über die Fläche gelegt.
- ItemDas Polieren von Glas. Teil I: Optische Politur(Offenbach : Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft, 1955) Brüche, Ernst; Poppa, HelmutAusgehend von dem Feinschliff wurden mit dem Elektronenmikroskop zwölf Glasproben untersucht, die verschieden lang (bis 100 Minuten) mit Zirkonoxyd und Pechschale optisch poliert worden wären: Während beim Schleifen Material durch Herausbrechen und Heraussprengen schnell abgetragen wird und dabei eine Oberflächenschicht in der Stärke mehrerer Lichtwellenlängen laufend ausgebrochen bleibt, handelt es sich beim Polieren erstens um die schonende Abtragung dieser von Tälern und Rissen durchfurchten Schicht und zweitens um die anschließende Glättung der Oberfläche bis auf kleine Bruchteile einer Wellenlänge. Dabei wird die Schicht praktisch bis zur Tiefe der Täler abgetragen, während Risse durch plastisch gewordenes Glas verschmiert werden können. Im letzten Stadium des Polierens bildet sich unter der Wirkung der unter großem Druck über die Flächen bewegten Polierkörner eine äußerst dünne plastische Oberflächenhaut (Beilbyschicht) aus, zu deren Verständnis es notwendig erscheint, eine Erstarrungszeit des Glases nach Entlastung in der Größenordnung von 10⁻⁴ Sekunden anzunehmen.
- ItemDas Polieren von Glas. Teil II: Technische Politur des Flachglases(Offenbach : Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft, 1956) Brüche, Ernst; Poppa, HelmutIn einer früheren elektronenmikroskopischen Arbeit wurde der Polierprozess an Glasproben untersucht, bei denen mit Zirkonoxyd und Pechschale (wie in der optischen Industrie übrig) poliert worden war. Die Untersuchung wurde fortgesetzt und ergänzt, in dem Glasproben aus der Tafelglas-Industrie bei Politur mit Eisenoxyd und Filz nach den gleichen Methoden studiert wurden. Die Aufnahmen zeigen die grundsätzliche Gleichartigkeit des Polierprozesses bei beiden Arbeitsverfahren. Der Beginn des Prozesses besteht in einer Zerfurchung des Oberflächengebirges mit plastischer Deformation. Die sich schnell bildende glatte Oberfläche mit eingelagerten Schleifgrübchen wird während der Hauptdauer des Polierens laufend abgetragen. Höchstens im letzten Stadium des Auspolierens jedes Grübchens spielen Verschmutzung eine Rolle. Der Polierprozess wird nach dem Abtragen der Grübchenschicht weitergeführt, um auch die von Sprüngen aufgelockerte Schicht darunter abzutragen und zu homogenisieren. Die vorgelegte Darstellung beschränkt sich auf die wichtigsten Erscheinungen.
- ItemDas Polieren von Glas. Teil III: Oberflächenschichten beim Polierprozess(Offenbach : Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft, 1957) Brüche, Ernst; Poppa, HelmutIn Fortsetzung der Arbeiten über den Polierprozess wurden die Polierschichten und Einzelprozesse bei Filzpolitur näher untersucht. Durch elektronenmikroskopische Aufnahmen konnte sichegestellt werden, dass der Polierprozess in einer Abtragung des Schleifgebirges und des darunterliegenden, durch Sprünge aufgelockerten Gebietes besteht. Die Abtragung erfolgt in einer sehr dünnen, glatten Schicht an der Glasoberfläche, die aus einer gelartigen Substanz besteht und die mit dem Fortschreiten des Polierprozesses immer mehr zur Tiefe der Schleifgrübchen absinkt. Die Substanz vermag feine Kratzer zu glätten und im Endstadium des Auspolierens eines Grübchens die Unebenheit durch Anlagerung zum schnellen Verschwinden zu bringen. Dagegen wurden praktisch nie Ablagerungen in tieferen Schleifgrübchen während des Polierprozesses beobachtet, so dass von Zuschmieren als Normalvorgang des Polierprozesses (bei den untersuchten Proben und den angewandten Polierbedingungen) nicht gesprochen werden kann. Der Mechanismus des Polierens wurde im Zusammenwirken von physikalischen Prozessen (Reibung) und chemischen Vorgängen gesehen. Jedoch ist Polieren grundsätzlich nicht an die konventionelle Methode mit Eisenoxyd, Wasser, Filz bzw. Pech gebunden. Es lässt sich vielmehr auch mit Eisenoxyd ohne Wasser oder mit Diamantpulver polieren.
- ItemÜber das Ritzen von Glas unter 1 µ Ritzspurbreite(Offenbach : Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft, 1954) Brüche, Ernst; Schimmel, GerhardR. Seeliger hat einen "Storchschnabel" für 2000fache Verkleinerung gebaut. Dieser Mikromanipulator wurde durch eine magnetische Einrichtung zur Einstellung des Andrucks des Schreibstiftes mit einer Kraft zwischen 10 und 600 mg verbessert. Mit einem Diamantpyramide von ≈100 ° Spitzenwinkel wurden auf Glas Ritzspuren geschrieben, deren Breite teils durch vorherige Bedampfung des Glasplättchens mit Metall im Elektronenmikroskop genauer bestimmbar gemacht wurde. Die Auftragung der Strichbreite über dem Andruck ergibt in Annäherung eine Parabel, die jedoch nicht durch den Nullpunkt geht. Nach entsprechender Verschiebung der Parabel läßt sich "Plastizitätsdruck" (Ritzhärte) zu rund 500 kg/mm² abschätzen, bei dem das Glas erweicht. Die Frage des Materialverbleibs beim Ritzen und die Frage der Temperaturvorgänge werden diskutiert. Mit einer abschließenden Darstellung wird die Kenntnis älterer Autoren über das Glasritzen durch die eigenen Versuche ergänzt, und es werden die Haupterscheinungen von kleinen bis großen Kräften zusammengefaßt.