Browsing by Author "Schimmel, Gerhard"
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- ItemElektronenmikroskopische Untersuchung von Glasfäden(Offenbach : Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft, 1957) Kuhn, Peter; Schimmel, GerhardSehr dünne Glasfäden wurden unter Umgehung eines Abdruckverfahrens direkt mikroskopisch untersucht. Bei der Bestrahlung entstanden extrem dünne Fäden (beim Quarzglas mit Durchmessern unter 15 Å), die sich jedoch noch einwandfrei aufnehmen ließen. Eine Reihe technischer Gläser wurde geprüft, wobei in einzelnen Fällen sehr feine Inhomogenitäten in den Gläsern nachgewiesen werden konnten. An einigen Gläsern traten Phasentrennungen auf. Besonders auffällig waren diese Erscheinungen beim Selenglas und Bleiglas. Bei ersterem wurde eine intensive Gasentwicklung neben Selenausscheidungen beobachtet. Beim Bleiglas konnte der Verlauf der Phasentrennung genau verfolgt und in elektronenmikroskopischen Aufnahmen festgehalten werden. Frisch ausgezogene Fäden neigten stärker zu Phasentrennungen als ältere. Bereits nach 12 Stunden war eine Stabilisierung zu beobachten.
- ItemÜber das Ritzen von Glas unter 1 µ Ritzspurbreite(Offenbach : Verlag der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft, 1954) Brüche, Ernst; Schimmel, GerhardR. Seeliger hat einen "Storchschnabel" für 2000fache Verkleinerung gebaut. Dieser Mikromanipulator wurde durch eine magnetische Einrichtung zur Einstellung des Andrucks des Schreibstiftes mit einer Kraft zwischen 10 und 600 mg verbessert. Mit einem Diamantpyramide von ≈100 ° Spitzenwinkel wurden auf Glas Ritzspuren geschrieben, deren Breite teils durch vorherige Bedampfung des Glasplättchens mit Metall im Elektronenmikroskop genauer bestimmbar gemacht wurde. Die Auftragung der Strichbreite über dem Andruck ergibt in Annäherung eine Parabel, die jedoch nicht durch den Nullpunkt geht. Nach entsprechender Verschiebung der Parabel läßt sich "Plastizitätsdruck" (Ritzhärte) zu rund 500 kg/mm² abschätzen, bei dem das Glas erweicht. Die Frage des Materialverbleibs beim Ritzen und die Frage der Temperaturvorgänge werden diskutiert. Mit einer abschließenden Darstellung wird die Kenntnis älterer Autoren über das Glasritzen durch die eigenen Versuche ergänzt, und es werden die Haupterscheinungen von kleinen bis großen Kräften zusammengefaßt.