TrilaWatt - Digitaler hydromorphologischer Zwilling des trilateralen Wattenmeers

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Konsistente, in sich geschlossene Datensätze bilden die Grundlage für effiziente und nachhaltige Entscheidungen, für das Training von künstlichen neuronalen Netzen oder für die Planung von Infrastrukturprojekten. Daher erstellen Forschende und Behörden umfangreiche Datensammlungen, die beispielsweise die Atmosphäre, den Ozean oder das Verkehrswesen beschreiben. In diesem Zusammenhang wird häufig von digitalen Zwillingen als digitales Abbild eines real existierenden Systems gesprochen. Im mFUND Projekt TrilaWatt werden mit einem Prototyp eines digitalen hydromorphologischen Zwillings des Wattenmeers Grundlagendaten an der deutschen, niederländischen und dänischen Nordseeküste erstellt. Unser Projektziel ist die Unterstützung von Planungs- und Entscheidungsprozessen zur detaillierten und umfassenden Bewertung gegenseitiger Wechselwirkungen zwischen nachhaltiger Nutzung und Minimierung bzw. Vermeidung schädlicher Umwelteinflüsse. Dafür stellen wir belastbare Informationen zur physikalischen Ozeanographie, Hydromorphologie und zu Sedimenttransportprozessen bereit. Eine Datensammlung im geplanten Umfang und die Definition eines digitalen Zwillings der Küste stellen eine Dateninnovation dar. Grenzübergreifende Geodaten zu prägenden physikalischen Eigenschaften und Prozessen des Wattenmeers lagen vor TrilaWatt nur heterogen, lückenhaft und vor allem eingeschränkt öffentlich vor. Forschende und öffentliche Institutionen, Consultants, Wirtschaftsverbände, Hafenbetreiber und NGOs benötigen für ihre Arbeit jedoch referenzierbare, verlässliche, frei verfügbare und gut dokumentierte Geodaten für lange Zeiträume. Diese Anforderungen werden im Forschungsprojekt TrilaWatt durch die Erstellung homogener Grundlagendaten zur Geomorphologie, Sedimentologie und Hydrodynamik erfüllt. Das Projektgebiet umfasst die 12-Seemeilenzone der Niederlande und Dänemarks sowie die Deutsche Bucht und damit das gesamte Wattenmeer. Zur Navigation des Datenbestandes wurde ein dienstebasiertes Web-Assistenzsystem entwickelt und technisch und inhaltlich um neue Analyse- und Zugriffsmethoden erweitert. Die TrilaWatt-Daten und ihre Dokumentation sind über das Küstenportal (https://mdi-dienste.baw.de/viewer/) bzw. das Datenrepository (https://datenrepository.baw.de/) der Bundesanstalt für Wasserbau und der Mobilithek des BMDV verstetigt. Die Nutzung in diversen, praxisnahen Zielsystemen, wie z. B. beim Verkehrs- und Umweltmanagement, zur Quantifizierung von Wattflächen im Weltnaturerbe Wattenmeer oder für fachwissenschaftliche Detailuntersuchungen oder ingenieurpraktische Fragestellungen, wurde durch die Dokumentation von praxisnahen Anwendungsfällen (Use-Cases) sichergestellt

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