Verbundprojekt: RekuMat - Entwicklung von spezifischem Rekultivierungsmaterial für qualifizierte Abdeckung von Bergbauhalden und Altlasten; Teilprojekt TP4: Untersuchungen zum Einsatz von abgetragenen Pilzsubstraten als Zuschlagstoffe sowie zur Immobilisierung von Schadstoffen

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Auf Grundlage der Projektergebnisse wurden drei standortspezifische Rekultivierungsmaterialien für die Freiberger Bergbauhalden entwickelt. Durch eine gezielte Aufbereitung von Reststoffen, wie APS und KS, können nachhaltige und risikofreie Inputmaterialien erzeugt werden. Um durchgehend hohe Produktqualitäten sicherzustellen, war die Entwicklung und Erprobung spezifischer Rezepturen (Mischungsverhältnisse), eine sorgfältige Kompostierung zur Anpassung chemischer, physikalischer und biologischer Parameter sowie eine gründliche Homogenisierung und angepasste Pflanzenauswahl erforderlich. Dies wurde durch die kompetente Koordination des IKTS und die enge Zusammenarbeit aller Projektpartner erreicht.

Eine bedeutende Erkenntnis des IHD war, dass frische APS nützliche Mikroorganismen enthalten, die das Pflanzenwachstum fördern. Diese Mikroorganismen sind in der Lage, organische Nährstoffe aus Substrat und Boden abzubauen und deren Verfügbarkeit für Pflanzen zu erhöhen, was die allgemeine Pflanzengesundheit verbessert. Das Myzel des Kräuterseitlings besitzt die Fähigkeit, Arsen und Schwermetalle (wie Fe, Zn, Pb) zu absorbieren und zu tolerieren, was ein Wachstum der Pflanzen trotz erhöhter RM-Belastungen ermöglicht.

Obwohl die Zugabe von Hydrogelen das Potenzial hat, die Schwermetalltoleranz der Pilze zu steigern, zeigte sich in der Praxis kein unmittelbarer Einfluss auf das Pflanzenwachstum. Zukünftig können die neu entwickelten Rekultivierungsmaterialien somit nicht nur aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe als Nahrungsquelle für Bodenorganismen fungieren, sondern auch aktiv zur Bodensanierung durch ihr mykoremediatorisches Potenzial beitragen.

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