DiTriMo - Digitaler Drilling nachhaltige Mobilität - Teilvorhaben 3: Regionale Mobilitäts-ABM
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Abstract
Das Projekt "Digitaler Drilling nachhaltige Mobilität" (DiTriMo) hatte zum Ziel, Methoden zur Modellierung und Simulation komplexer gesellschaftlicher Systeme zur Unterstützung von Transformationsprozessen im Bereich Nachhaltigkeit zu entwickeln. Das Konzept digitaler Drilling kombiniert detaillierte agentenbasierte Modellierung, verschiedene Ansätze zur Modellreduktion und einen iterativen Partizipationsprozess. In sogenannten Decision Theatre Veranstaltungen verwenden Teilnehmende aus verschiedenen Stakeholdergruppen Modelle und Simulationsergebnisse zur Diskussion und bringen Ihre Praxisexpertise für die weitere Modellentwicklung ein. Aufgrund der Rechenintensität komplexer agentenbasierter Modelle zu gesellschaftlichen Systemen, sind Modellreduktionen essentieller Bestandteil des digitalen Drillingskonzepts.
Das Verbundprojekt setzte sich aus drei Teilprojekten zusammen:
- TP1 Decision Theatre und datenbasierte Modellvereinfachung (FU Berlin)
- TP2 Spieltheorie-basierte Modellvereinfachung (BTU Cottbus-Senftenberg)
- TP3 Regionale Mobilitäts-ABM (TU Berlin)
Die Koordination erfolgte an der FU Berlin und als Praxispartner brachte die Gallehr Sustainable Risk Management GmbH eine privatwirtschaftliche Perspektive ein.
Zum Thema Mobilitätswende entwickelte das Projekt je einen digitalen Drilling für die Großstadt Berlin und die ländliche Region Lausitz und untersuchte sowohl Daten-getriebene als auch Spieltheorie-basierte Methoden zur Modellreduktion. Insgesamt wurde ein iterativer Prozesses durchlaufen: Erkenntnisse aus ersten Decision Theatre Veranstaltungen in Hoyerswerda, wo eine gute Kooperation mit Mitarbeitenden der Stadt entstand, sowie in Berlin flossen in die Modellentwicklung ein; die so entstandenen Modelle wurden wiederum in Veranstaltungen vor Ort mit Schüler:innen, Bürger:innen und Expert:innen aus der Praxis erprobt.
In Teilprojekt 3 konnte für die Arbeit mit dem Verkehrsmodell von Berlin auf eine bereits bestehende Modellversion zurückgegriffen werden. Das Verkehrsmodell der Lausitz basiert auf einem deutschlandweiten Mobilitätsmodell der Senozon AG für die Personenverkehrsnachfrage, einem deutschlandweiten Güterverkehrsmodell für den großräumigen Güterverkehr, einem Modell für kleinräumigen Wirtschaftsverkehr sowie Daten zum Straßenverkehrsnetz von OpenStreetMap (OSM) und Öffentlicher Verkehr ( ÖV)-Fahrplandaten von General Transit Feed Specification (GTFS).
In den mit den Projektpartner:innen gemeinsam geplanten Decision Theatre Veranstaltungen ergaben sich Anpassungen der beiden genannten Verkehrsmodelle. Für das Verkehrsmodell von Berlin Anpassungen mit einem thematischen Fokus auf die Dekarbonisierung des Verkehrssektors. Simulierte Maßnahmen sind hier unter anderem die Dekarbonisierung des ÖV, die Einführung von Parkkosten im Berliner Stadtgebiet sowie die Einführung einer Zero-Emission-Zone (ZEZ).
Für das Verkehrsmodell der Lausitz ergab sich einer thematischer Fokus auf dem Großraum Hoyerswerda und damit verbunden die Simulation einer direkten Regionalbahnverbindung zwischen Hoyerswerda und Cottbus sowie die Einführung eines On-Demand Fahrservices im Großraum Hoyerswerda als Alternative zur direkten Regionalbahnverbindung
