LION - Identifikation und Erklärung geschlechtsspezifischer Unterschiede bezüglich der Gewichtsreduktion und -erhaltung durch eine Ernährungsintervention in der Lebensstilinterventionsstudie (LION-Studie)
Schlussbericht
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Abstract
Das Gesamtziel des Vorhabens war es, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Gewichtsreduktion und -erhaltung (bis 24 Monate nach Gewichtsreduktion) durch eine Ernährungsintervention sowie digitale Unterstützung (4 Interventionsgruppen) zu beschreiben und erklärende Variablen zu identifizieren. Dabei ging es um die Körperzusammensetzung (z.B. Fettmasse) und um Fettgewebsparameter wie Protonendichte-Fettfraktion (Proton Densitiy Fat Fraction, PDFF), Organfett und -volumen, viszerales und subkutanes Fettgewebe (erfasst über Magnetresonanztomographie (MRT)) sowie kardiometabolische (z.B. Insulinsensitivität) und psychologische (z.B. Körperbild) Parameter. Hintergrund des Vorhabens: Adipositas ist eine multifaktorielle Erkrankung mit komplexer Pathogenese. Fettgewebsparameter (PDFF), Organfett und -volumen, viszerales und subkutanes Fettgewebe unterscheiden sich zwischen den Geschlechtern. Zudem ist bekannt, dass der Ruheenergieverbrauch (REV) von der Magermasse abhängt und daher Männer einen höheren REV aufweisen als Frauen. Trotz der anthropometrischen und physiologischen Unterschiede, fehlt es in der Adipositastherapie an geschlechtsspezifischen Auswertungen, da Männer, obwohl sie ähnlich häufig von Adipositas betroffen und stärker gefährdet sind, in Gewichtsreduktionsstudien unterrepräsentiert sind. Die Post-Hoc-Analysen wurden mit Daten aus der Lebensstilinterventionsstudie (LION-Studie) durchgeführt. Die LION-Studie ist eine randomisierte klinische Studie, in der komplexe und multifaktorielle Determinanten auf die Gewichtsreduktion und -erhaltung erfasst wurden. Der Männeranteil ist mit 36% in der LION-Studie relativ hoch, was geschlechtssensible Analysen erlaubt. Die Ergebnisse sollen Hypothesen generieren, um geschlechtssensible und personalisierte Therapieempfehlungen zu entwickeln und in klinischen Studien zu erproben, damit langfristig die Adipositastherapie verbessert wird.
