Ethics by Design und rechtliche Implikationen der Mensch-Roboter-Interaktion im Forschungsprojekt ZEN-MRI
Projektbezeichnung: ZEN-MRI: Ulmer Zentrum zur Erforschung und Evaluation der Mensch-Roboter-Interaktion im öffentlichen Raum : Schlussbericht
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Im Rahmen des Projekts ZEN-MRI wurde die Mensch-Roboter-Interaktion im öffentlichen Raum am Beispiel sozial-assistiver Roboter untersucht. Das Teilvorhaben des Instituts für Digitale Ethik begleitete die technische Entwicklung und Erprobung aus ethischer und rechtlicher Perspektive. Ziel war es, Anforderungen an einen verantwortungsvollen Robotereinsatz zu identifizieren, im Projektverlauf zu reflektieren und für Forschung und Praxis nutzbar zu machen. Im ethischen Teil des Projekts wurde ein Ethics by Design-Ansatz, ein kontinuierliches Ethical Screening sowie qualitative Erhebungen eingesetzt. Mittels Narrativer Einzel- und Gruppengespräche, Zukunftserzählungen, Expertengesprächen und Interviews mit Unternehmens- und Entwicklungsvertretungen wurden zentrale Werte, Erwartungen und Wertekonflikte ermittelt. Von besonderer Relevanz waren dabei die Aspekte Sicherheit, Autonomie, Privatheit und Gleichbehandlung sowie die Spannungen zwischen Komfort und Privatheit beziehungsweise Selbstbestimmung und technischer Bevormundung. Die Ergebnisse wurden in ein ethisches Wertemodell, Gestaltungsempfehlungen und ein Workbook zum werteorientierten Einsatz von Robotik überführt. Im Rahmen des rechtlichen Teils wurden Sicherheits-, Datenschutz-, Haftungs- und Verkehrsrechtsfragen behandelt. Zu diesem Zweck wurden rechtliche Begleitgutachten, Bestandsaufnahmen, Datenschutzmaterialien und Orientierungshilfen erarbeitet. Die Ergebnisse der Studie unterstützen die verantwortliche Planung, Durchführung und Bewertung künftiger Robotikeinsätze im öffentlichen Raum.
