Verbundprojekt: Wissenschaft trifft Schule - Erneuerbare Energien angetriebener Wasser-Nahrung-Ökonomie Nexus zur Verbesserung der Lebensbedingungen in der Dosso-Region in Niger (RETO-DOSSO); Teilprojekt (Universität Bonn): RETO-DOSSO-Bewässerung
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Abstract
Knappe und äußerst variable Wasserressourcen begrenzen und gefährden die landwirtschaftliche Produktion in weiten Bereichen der Sahelzone. Zur Erreichung und Erhaltung der Nahrungssicherheit einer wachsenden Bevölkerung unter den zunehmend schwierigeren Rahmenbedingungen der Klimaänderung sind daher ziel orientierte, situationsangemessene und nachhaltige Kombinationen wasserwirtschaftlicher Maßnahmen er forderlich. Mit Bezug auf das für weite Bereiche des Sahels typische Untersuchungsgebiet Dar es Salam in der Region Dosso/Niger und im Kontext des mit einem Energie-Wasser-Nahrung-Umwelt-Ökonomie-Nexus-An satzes konzipierten RETO-DOSSO-Gesamtvorhabens, besteht das wesentliche Ziel des ZEF-Teilvorhabens RETO-DOSSO-Bewässerung in der Erarbeitung von wasserwirtschaftlichen Handlungsoptionen zur Unterstützung der Landwirtschaft in der Region mit dem Fokus auf der Bewässerung.
Die methodische Vorgehensweise im Teilvorhaben nutzt eine Kombination von Ansätzen: Analyse vorhandener Daten, Felduntersuchungen (meteo-hydrologische Messungen, Stakeholder-Befragungen), Modellierungen, Bewässerungsexperimente und Synthese von Interventionsoptionen mit den Partnern und lokalen Sta keholdern. Die wesentlichen Ergebnisse bestehen in der Anpassung eines detaillierten Modells zur flexiblen Bewässerungssteuerung und der Erarbeitung von Standort- sowie Pflanzen-angepassten Bewässerungsplänen, Konzeption und Praxistest eines Schwerkraft-betriebenen modularen Tropfbewässerungssystems, der Erfassung von Wasserspeichermöglichkeiten als Grundlage und Begrenzung (Limitierung der nachhaltigen Nutzung durch Rate der Grundwasserneubildung) der Wasserbewirtschaftung im Untersuchungsgebiet und Optionen zur Verbesserung des Regenfeldbaus.
Insbesondere die komplementäre Kombination von verbesserten Speichermöglichkeiten in Verbindung mit Solarpumpen, optimaler Bewässerungssteuerung und effizienter Bewässerungstechnik ermöglicht eine wirksame Steigerung der Wasserproduktivität. Die enge Verzahnung von Forschungsaktivitäten und Maßnahmen der Kapazitätsentwicklung, die sich vor al lem an Studenten sowie junge Nachwuchswissenschaftler richten, fördern die Reichweite sowie Verstetigung der Projektwirkungen, und in Verbindung mit der expliziten Einbeziehung von lokalen Stakeholdern werden die Möglichkeiten in Richtung auf die praktische Implementierung gesteigert.
