Factory-X: Aufbau eines Datenraums für die ausrüstende Industrie - die Ausrüster von Fabriken weltweit; Teilvorhaben: Smart Factory-X: Manufacturing and equipment as a service
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Abstract
Das Gesamtvorhaben Factory-X treibt als Leuchtturmprojekt den Aufbau eines offenen, föderierten und souveränen Datenraums für die europäische Fertigungsindustrie im Rahmen der Initiative Manufacturing-X voran. Ziel des Gesamtvorhabens ist die herstellerübergreifende Digitalisierung von industriellen Wertschöpfungsketten sowie die Etablierung interoperabler Datenökosysteme für den Maschinen- und Anlagenbau. Basierend auf internationalen Standards wie der Verwaltungsschale (Asset Administration Shell, AAS), OPC UA und den Datenraum-Architekturen der International Data Spaces Association (IDSA) bzw. Gaia-X ermöglicht Factory-X einen sicheren, unternehmensübergreifenden Datenaustausch. Auf dieser Grundlage werden standardisierte Lösungen für zentrale industrielle Anwendungsfelder wie das durchgängige Lieferkettenmanagement, digitale Produktpässe (DPP), vorausschauende Wartung, Kreislaufwirtschaft sowie innovative, softwarebasierte Fertigungskonzepte entwickelt und industrieweit skaliert. Im Rahmen ihres Teilvorhabens konzentrierte sich die Technologie-Initiative SmartFactory-KL e.V. auf die praxisnahe Konzeption, Umsetzung und Validierung agiler Geschäfts- und Betriebsmodelle in den Schwerpunkten Manufacturing as a Service und Autonomous Operation as a Service. Kern der Arbeiten war die Erforschung und Entwicklung semantisch interoperabler Informationsmodelle zur automatisierten Ableitung von Maschinenfähigkeiten (Capability Modeler) aus CAD- und historischen Daten sowie wissensgraph-basierter Fehlerdiagnose-Pipelines auf Basis von AAS und OPC-UA-Skills und deren Anbindung und Nutzung über den Factory-X Datenraum.
In der Modellfabrik der SmartFactory-KL wurde anhand der durchgängigen Modell-LKW-Fertigung eine herstellerunabhängige Testbed-Umgebung aufgebaut, um Softwareapplikationen von SmartFactory-KL selbst und der in den Use Cases beteiligten Partnern unter realen Bedingungen zu erproben. Der Technologietransfer erfolgte über vier Messebeteiligungen, Besuche in der Modellfabrik, 9 wissenschaftliche Veröffentlichungen, Beteiligung an drei Use Case Architecture Decision Records und zwei Tractus-X KITs (Keep It Together) zu den jeweiligen Use Cases. Über begleitende Transfermaßnahmen und Schulungsformate fließen die Ergebnisse des Weiteren nachhaltig in Gremien wie Industrial Digital Twin Association (IDTA) und Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sowie direkt in den industriellen Mittelstand ein.
