Digitales Ökosystem für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft in der Automobilindustrie - DIONA
Sachbericht zum Verwendungsnachweis : Begleitforschung in der Fördermaßnahme "Auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität durch kreislauffähige Wertschöpfung (MobilKreis)"
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Abstract
Mit der Verabschiedung der Sustainable Development Goals (SDGs) sowie des 1,5-Grad-Ziels im Jahr 2015 wurden internationale Leitlinien für eine nachhaltige Entwicklung geschaffen (United Nations 2015). Auch Deutschland verfolgt mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 weitreichende Transformationsbestrebungen. Nachhaltigkeit ist daher zu einem zentralen Handlungsfeld in Politik, Forschung und Wirtschaft geworden.
Besonders im Transportsektor besteht ein hoher Handlungsbedarf, da dieser einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten muss. In diesem Zusammenhang kommt der Automobilindustrie sowie ihren Zuliefernetzwerken eine Schlüsselrolle zu. Neben der Umstellung auf alternative Antriebstechnologien erfordert die Transformation hin zu nachhaltiger Mobilität eine ganzheitliche Betrachtung von Produkten, Produktionsprozessen und Wertschöpfungsketten. Ein bedeutender Ansatz hierfür ist die Kreislaufwirtschaft, die den gesamten Produktlebenszyklus berücksichtigt und dadurch sowohl den Ressourcenverbrauch als auch die CO2-Emissionen reduzieren kann (Bundesregierung 2021). Gleichzeitig zeigt der aktuelle Stand, dass viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, nachhaltige Wertschöpfungsstrukturen systematisch umzusetzen. Häufig fehlen geeignete Richtlinien, Methoden und Austauschformate zur Integration von Nachhaltigkeit in industrielle Prozesse (Lüdeke‑Freund 2010), obwohl nachhaltige Geschäftsmodelle einen erheblichen Einfluss auf ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Entwicklungen haben (Osterwalder et al. 2015).
Vor diesem Hintergrund wurde DIONA initiiert. Ziel des Projekts ist es, den Transformationsprozess hin zu kreislauforientierten Wertschöpfungssystemen wissenschaftlich zu begleiten, zentrale Herausforderungen zu analysieren und praxisnahe Handlungsmöglichkeiten für Unternehmen zu entwickeln. Gleichzeitig bündelt DIONA die Erkenntnisse der im Rahmen der Fördermaßnahme MobilKreis durchgeführten Verbundprojekte und bereitet diese für Unternehmen sowie weitere Akteurinnen und Akteure auf. Seitens der TU Dortmund waren der Lehrstuhl für Industrielles Informationsmanagement (IIM), das Fachgebiet IT in Produktion und Logistik (ITPL) und das Fachgebiet Techniksoziologie (TSoz) beteiligt.
