GBi5S: Humane Photorezeptorzellen als Basis für Forschung, Wirkstoffentwicklung und Therapie von Netzhauterkrankungen (ReRetina)
Sachbericht zum Verwendungsnachweis im Rahmen des Förderprogramms Go-Bio initial (Sondierungsphase)
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Abstract
Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der häufigsten Erblindungsursachen weltweit. Rund 200 Millionen Menschen über 60 Jahren sind betroffen; eine kausale Heilung existiert bislang nicht. Ursache ist die Degeneration von Zapfen-Photorezeptorzellen (PRs) in der Netzhaut, die für Gesichtserkennung, Lesen und Farbsehen unerlässlich sind. Bestehende Methoden zur Herstellung menschlicher Zapfen-PRs, vorwiegend 3D-Netzhautorganoide, sind zeitaufwendig (ca. 200 Tage), kostenintensiv und liefern lediglich bis zu 15 % PRs in der Gesamtpopulation.
Das Forschungsteam der Augenklinik Bonn (AG Busskamp) hat ein patentiertes Verfahren entwickelt, mit dem humane induzierte pluripotente Stammzellen (hiPSCs) durch Überexpression von drei spezifischen Transkriptionsfaktoren (OTX2, NEUROD1, GON4L) innerhalb von nur 10 Tagen in Zapfen-PR-Vorläuferzellen umprogrammiert werden können. Das Verfahren ist ca. 20-mal schneller als bestehende Protokolle und liefert reine Zapfen-PR-Populationen mit einer Ausbeute von über 50 %. Das europäische Patent (EP3935152B1) wurde im November 2023 erteilt.
Ziel der Go-Bio initial Sondierungsphase war es, die optimale Verwertungsoption für diese Schlüsselinnovation zu identifizieren. Drei Verwertungsperspektiven wurden untersucht: (1) Hochdurchsatz-Screening von Wirkstoffen, (2) humanes Zellmodell für die Forschung und (3) Zellersatztherapie bei AMD.
