Verbundprojekt innoCErt: Erweiterte Zertifizierung von Einweg- und Mehrweg-Verpackungen als Anreiz- und Steuerungsinstrument für die Schaffung von Innovationen zur Reduzierung von Kunststoffverpackungen entlang der Lebensmittelkette - Teilprojekt 2
Kurze/Eingehende Darstellung des Abschlussberichts zum Verwendungsnachweis
Date
Authors
Editor
Advisor
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Supplementary Material
Other Versions
Link to publishers' Version
Abstract
Verpackungen im Lebensmittelbereich bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Produktschutz und steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit, Recyclingfähigkeit, Convenience und Marketing. Ein Kreislaufwirtschaftsansatz für Lebensmittelverpackungen hat das Potenzial, Verpackungsabfälle deutlich zu reduzieren. Dies erfordert einen fundamentalen Wandel weg von Abfallmanagement und End-of-Life-Strategien hin zu Produktions- und Konsumsystemen, welche die Materialien über zirkuläres Produktdesign, Lebensdauerverlängerung und Abfallvermeidung kontinuierlich im Kreislauf halten. Deutschland gilt in der Kreislaufwirtschaft besonders im Recycling als Vorreiter, hat jedoch deutlichen Handlungsbedarf bei umfassenden Lebenszyklus-Ansätzen. Es braucht wirksame Instrumente, die den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft für Einweg- und Mehrweglebensmittelverpackungen aktiv begleiten und fördern. Hier setzte das Projekt innoCErt an. Das Projekt widmete sich über 3 Jahre der Erarbeitung eines Kriterienkatalogs und einer folgenden Zertifizierung für eine ganzheitliche Bewertung der Kreislaufwirtschaftsfähigkeit von Einweg- und Mehrwegverpackungen im Lebensmittelbereich.
Das Teilvorhaben des Wuppertal Instituts im Projekt innoCErt verfolgte das Ziel, einen erweiterten Bewertungsrahmen für Verpackungen im Lebensmittelbereich zu entwickeln und diesen in einen politischen und regulatorischen Kontext einzuordnen. Ausgangspunkt war die im Antrag formulierte Annahme, dass bestehende Bewertungsansätze – insbesondere solche mit einem hauptsächlichen Fokus auf theoretische Recyclingfähigkeit von Verpackungen – nicht ausreichen, um die tatsächliche Kreislaufwirtschaftsfähigkeit von Verpackungen abzubilden. Entsprechend sollte ein ganzheitlicher Ansatz entwickelt werden, der sowohl Einweg- als auch Mehrwegverpackungen berücksichtigt und zusätzliche Dimensionen wie Nutzungsverhalten, Infrastruktur und Umweltwirkungen integriert.
