Verbundvorhaben: Industrielle Räumung von Altlasten in Verklappungsgebieten (IRAV) - Teilvorhaben: Mehrkanalseismiksysteme zur Lokalisierung und Charakterisierung von Altlasten in marinen Sedimenten
Schlussbericht
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Abstract
Für die Detektion mariner Munitionsaltlasten werden bislang überwiegend magnetische und akustische Verfahren eingesetzt. Insbesondere versandete Objekte in den obersten Sedimentschichten stellen weiterhin eine Herausforderung dar. Seismische Diffraktionsabbildung bietet hier einen vielversprechenden ergänzenden Ansatz.
Ziel des Vorhabens war die Entwicklung eines mehrkanalseismischen Systems zur Lokalisierung und Charakterisierung versandeter Munitionsaltlasten in marinen Sedimenten sowie die Untersuchung von Konzepten für eine AUV-basierte Seismik. Hierzu wurden numerische Modellierungen zur Systemauslegung durchgeführt, ein seismischer Tiefschlepp-Demonstrator aufgebaut und Verfahren zur Datenerfassung, Diffraktionsabbildung und Anomaliedetektion entwickelt. Ergänzend wurden geophysikalische Konzepte und Auswertestrategien für die AUV-Seismik erarbeitet.
Es wurde ein mehrkanalseismischer Demonstrator einschließlich Hydrophonarray, Unterwasser-Elektronik, Datenakquisition und Positionierungssystemen entwickelt und offshore integriert. Darüber hinaus entstanden Softwarewerkzeuge für Datenerfassung, Qualitätskontrolle, Diffraktionsabbildung und simulationsgestützte Anomaliedetektion.
Die entwickelten Hardware-, Software- und Modellierungskomponenten bilden eine belastbare Grundlage für die Weiterentwicklung und Validierung seismischer Verfahren zur Altlastendetektion. Die Ergebnisse werden im Folgeprojekt IRAV2 weitergeführt und sind darüber hinaus für weitere Anwendungen der marinen Geophysik nutzbar.
