Effiziente und flexible Herstellung hydrophober Freiformflächen-Intraokularlinsen durch Fast-Tool-Servo-Diamantdrehen [F3IOL]
F&E-Abschlussbericht zum Verbundprojekt; in der Fördermaßnahme: KMU-innovativ: Produktionsforschung - im Programm „Zukunft der Wertschöpfung“ des BMFTR
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Intraokularlinsen (IOLs) sind optische Implantate, welche die natürliche, durch Katarakt getrübte Augenlinse ersetzen. Eine Kataraktoperation wird erforderlich, wenn die Linsentrübung das Sehvermögen erheblich beeinträchtigt und langfristig eine Erblindung droht. Intraokularlinsen werden in der Regel aus weichen Polymerwerkstoffen hergestellt, welche durch Falten der IOL eine Implantation in Kleinschnittchirurgie ermöglichen. Die derzeit gebräuchlichsten Fertigungsverfahren für IOLs sind das Gießen sowie das einteilige, axiale Diamantdrehen – insbesondere bei Kleinserien und Variantenfertigungen, wie sie etwa bei torischen Linsen vorkommen. Im Rahmen dieses Projekts wurden alternative Bearbeitungstechnologien untersucht, i.e. Off-Axis Fast-Tool-Servo-Diamantdrehen. Ziel war es, die Produktivität zu steigern und gleichzeitig die Herstellung hochindividualisierter IOL zu ermöglichen. Dabei wurde hydrophobes Polymer als Ausgangsmaterial eingesetzt, das aufgrund der steigenden Marktnachfrage zunehmend an Bedeutung gewinnt, jedoch spezielle Kühlbedingungen erfordert. Das Projekt führte zur Entwicklung eines schnelleren, ressourcenschonenderen und kosteneffizienteren Herstellungsprozesses. Dieser umfasst eine intern entwickelte Kühlspannvorrichtung, ein präzises Temperaturregelungssystem, die CAD/CAM Programmierung des FTS sowie umfassende Untersuchungen zur Bearbeitbarkeit hydrophoben Acrylats.
