Forschungsvorhaben dbMISS - Schaffung einer Datengrundlage zur Minderung des Konflikts zwischen Windenergieanlagen und seismologischen Stationen
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Abstract
Windenergieanlagen können Bodenerschütterungen verursachen, die hochempfindliche Erdbebenmessstationen stören können. Im Zuge der behördlichen Genehmigung neuer Windenergieanlagen (WEA) sind, diese Erschütterungsimmissionen, zuverlässig in zwei Schritten zu prognostizieren:
- Abschätzung der Erschütterungsleistung der geplanten WEA durch Vergleich mit ähnlichen Anlagen, deren Erschütterungsleistung bekannt ist, und
- Abschätzung der Dämpfung der Erschütterung auf dem Wellenweg zwischen Quelle und Einwirkungsort aufgrund der geologischen Gegebenheiten. Diese Abschätzungen sind gegebenenfalls durch Profilmessungen zu validieren. Einzubeziehen ist eine mögliche Minderung des Konfliktes durch die Anwendung intelligenter Datenfilterung. Prognosen mit und ohne Datenfilterung sind gegenüberzustellen.
Ziel des Vorhabens dbMISS ist es, eine belastbare nachhaltige und öffentlich zugängliche Datenbasis zu schaffen sowie Filterverfahren in der Praxis zu testen. Notwendig sind hierzu: ▪ Reihenuntersuchungen der Erschütterungsleistung an aktuellen WEA-Typen. Detailliertere Un-tersuchungen an Anlagen größerer Leistung (>4 MW). ▪ Eine homogenisierte Auswertung vorhandener Daten zur Dämpfung von Oberflächenwellen. Validierung durch Profilmessungen. Sicherung eines öffentlichen Datenzugangs. ▪ Fortschreibung des KIT-Prognosetools. ▪ Weiterentwicklung intelligenter Datenfilter. Einbindung in die Routinedatenerfassung. ▪ Theoretische Erörterung von möglichen realistischen Maßnahmen an WEA zur Minderung der Erschütterungsleitungen.
