Verbundprojekt: STADT:up - Solutions and technologies for automated driving in town: An urban mobility project; Teilvorhaben: Entwicklung und Evaluation von adaptiven HMIs für verschiedene Automatisierungslevel (SAE Level 2 und 3) und den teleoperierten Betrieb im Kontext von SAE Level 4

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Im Rahmen des Forschungsprojekts STADT:up war die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) insbesondere in den Teilprojekten Human Factors (TP 2) und Automatisiertes Fahren (TP 5) beteiligt. Ziel war die Entwicklung und Untersuchung eines adaptiven Mensch-Maschine-Interfaces (HMI) für verschiedene Automatisierungsstufen (SAE Level 2 bis 4) sowie für teleoperierte Fahrfunktionen. Im Mittelpunkt von TP 2 standen die Förderung der sogenannten Mode Awareness – also des Verständnisses des aktuellen Fahrzeugmodus – und die Vermeidung von Fehlinterpretationen (Mode Confusion) hinsichtlich der Verantwortlichkeiten zwischen Mensch und Fahrzeug. Auf Basis umfangreicher Literaturanalysen entwickelte die BASt ein informatives HMI mit aussagekräftigen Funktionsbezeichnungen und rollenbezogenen Erinnerungen für den Menschen sowie eine weniger informative Vergleichsvariante. Eine computerbasierte Vorstudie mit 37 Teilnehmenden zeigte, dass das informative HMI das Verständnis der Nutzerrolle, der Verantwortlichkeiten und der verschiedenen Automatisierungslevel deutlich verbessert. In einer Feldstudie mit rund 60 Versuchspersonen im öffentlichen Straßenverkehr von Bergisch Gladbach wurde das HMI in TP 2 evaluiert: Mithilfe eines Wizard-of-Oz-Versuchsfahrzeugs wurden verschiedene Automatisierungslevel sowie Teleoperation für die Teilnehmenden realitätsnah erlebbar gemacht. Dieser technische Demonstrator wurde in TP 5 um das neu entwickelte HMI erweitert: Die Integration ermöglichte die zuverlässige Darstellung und Steuerung verschiedener Automatisierungsmodi und wurde bei der Abschlusspräsentation des Projekts vielen Besucherinnen und Besuchern im urbanen Straßenverkehr demonstriert. Die Ergebnisse der Feldstudie bestätigten die Vorteile des informativen HMI hinsichtlich der Mode Awareness und zeigten zugleich eine insgesamt positive Akzeptanz und ein hohes Vertrauen der Teilnehmenden gegenüber dem Telefahren. Insgesamt zeigen die Ergebnisse der BASt, dass bereits einfache, nutzerzentrierte Gestaltungsmaßnahmen im HMI das Verständnis automatisierter Fahrfunktionen wesentlich verbessern können und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Akzeptanz zukünftiger automatisierter und teleoperierter Fahrzeuge leisten können.

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