Schlussbericht zum Verbundvorhaben HOBRATEC - Optimierung der Brandbekämpfungsmethoden und -techniken für Gebäude in moderner Holzbauweise; Teilvorhaben 3: Grundlagen der Branddynamik von Konstruktions- und Hohlraumbränden im Holzbau
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Abstract
Durch die zunehmende Verbreitung und stetige Weiterentwicklung des modernen Holzbaus in Deutschland muss sich die Feuerwehr zum Teil neuen Herausforderungen stellen und hat dabei aktuellen Forschungsbedarf erkannt. Insbesondere fehlt es an Wissen über Brandbekämpfungstechniken und -taktiken in Gebäuden moderner Holzbauweise, vor allem bei Konstruktions- und Hohlraumbränden. Entscheidend ist dabei auch das Verständnis des Brandverhaltens von Baustoffen und Bauteilen, um die richtigen Mittel zur richtigen Zeit einsetzen zu können. Die Bedenken der Feuerwehr basieren in erster Linie auf Erfahrungen mit Hohlraumbränden in älteren Holzkonstruktionen der Gebäudeklassen 1 bis 3 und historischen Bestandsbauten in höheren Gebäudeklassen. Moderne Holzbauweisen der Gebäudeklassen 4 und 5 unterscheiden sich davon jedoch zum Teil erheblich. Durch die Forschungsarbeiten in diesem Verbundprojekt sollen neue Detektionsmöglichkeiten und Brandbekämpfungsstrategien entwickeln, die der Feuerwehr als Handlungsempfehlungen dienen. In dem Teilvorhaben der Hochschule Magdeburg-Stendal (H2) sollen dabei die Branddynamik von Hohlraumbränden untersucht und die Möglichkeit einer Anpassung der konstruktiven Anforderungen geprüft werden. Im Rahmen dieser A werden praxisrelevante Holzbaukonstruktionen ausgewählt und analysiert. Die Erkenntnisse werden in Brandversuchen überprüft, um Rückschlüsse auf die Branddynamik und geeignete Löschtechniken zu ziehen. Ein Fokus liegt auf innovativen Ansätzen, wie dem Einsatz von Gasanalytik zur Detektion von Hohlraumbränden. Zur Durchführung großmaßstäblicher Versuche wird ein standardisierter Brandcontainer entwickelt. Die Ergebnisse dieser Versuche fließen in die Weiterentwicklung von Brandbekämpfungstechniken und -taktiken ein und werden abschließend in Großbrandversuchen validiert. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in einem Übungskonzept für Feuerwehren aufbereitet, um diese auf Brandereignisse in Holzgebäuden besser vorzubereiten. Zudem sollen die Ergebnisse zur Weiterentwicklung bauordnungsrechtlicher Vorschriften und Normen beitragen, um den Holzbau insgesamt zu fördern und das gesamtgesellschaftliche Ziel der CO2-Reduktion zu unterstützen.
