Etablierung des Food Security Standard als Instrument zur Überprüfung der Einhaltung der Menschenrechte in Agrarlieferketten

Schlussbericht zum Vorhaben

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Ziel des Vorhabens war es, das Menschenrecht auf Nahrung als zentrales Element sozialer Nachhaltigkeit in globalen Agrarlieferketten sichtbar zu machen und systematisch überprüfbar zu machen. Mit dem Food Security Standard (FSS) wurde ein Instrument weiterentwickelt, das als Zusatzmodul zu bestehenden Nachhaltigkeitsstandards den menschenrechtlichen Fokus stärkt - insbesondere dort, wo Armut, Hunger und prekäre Arbeitsverhältnisse bestehen.

Der FSS ermöglicht eine unabhängige Prüfung, inwiefern Agrarbetriebe die Voraussetzungen für Ernährungssicherheit im Sinne der UN-Leitlinien erfüllen. Neben der Zertifizierung für konforme Betriebe wurde mit dem FOSSEM-Ansatz ein stufenweises Verfahren für Betriebe geschaffen, die sich schrittweise verbessern wollen. Dies unterstützt auch kleinbäuerliche Strukturen und reduziert die Gefahr des Marktausschlusses unter wachsenden regulatorischen Anforderungen.

Ein zentrales Ziel des Projekts war, Unternehmen - produzierende wie einkaufende - dabei zu unterstützen, ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachzukommen. Dazu wurden umfangreiche Trainings-, Beratungs- und Kommunikationsmaterialien entwickelt. Der FSS wurde zudem auf aktuelle gesetzliche Anforderungen (LkSG, CSDDD, EUDR) abgestimmt und als glaubwürdiger Nachweis sozialer Nachhaltigkeit positioniert.

Durch Öffentlichkeitsarbeit, Dialogformate und Kooperationen mit Standardgebern konnte die Bekanntheit des FSS erheblich gesteigert werden. Die Relevanz des FSS wurde durch Partnerschaften mit anerkannten Standards wie ISCC und 4C gestärkt. Der FSS ist in diese Standards als offizielles Add-On integriert. Gleichzeitig wurde der FSS auch ohne volle Systemintegration parallel zu Hauptstandards erfolgreich auditiert.

Langfristiges Ziel bleibt, die Anwendung des FSS zu steigern, seine Wirkung weiterhin mit validierten Daten zu belegen und ihn als praktikables Werkzeug zur Umsetzung des Rechts auf Nahrung in Lieferketten zu verankern – in der Privatwirtschaft wie in der Entwicklungszusammenarbeit.

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