Kulturen des Ländlichen. Empirische Analysen zur Vorstellung von Ländlichkeit und Kultur - KudeL
Schlussbericht über die Durchführung von Forschungsvorhaben der Fördermaßnahme "Faktor K - Forschung zum Faktor Kultur in ländlichen Räumen" im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus)
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Abstract
Mit dem Projekt wird darauf abgezielt, alltagsweltliche Vorstellungen von Ländlichkeit und Kultur empirisch aus der Akteursperspektive zu erfassen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Ländlichkeit und Kultur im Diskurs oft aus einer Defizitperspektive beschrieben werden. Hier setzt das Vorhaben an, indem die in ländlichen Regionen ansässige Menschen befragt werden, was aus ihrer Perspektive „Kultur" und "Ländlichkeit" bedeutet und wie sie Kultur im ländlichen Raum gestalten. Zur Bearbeitung wurde ein mehrstufiges qualitatives Forschungsdesign entwickelt: Zunächst wurden Sozialraumanalysen zu zwei peripheren Landkreise erstellt (Prognose, Historie, Infrastruktur) und verfasste Ortsportraits mit kulturellen und regionalem Selbstbeschreibungen aller Städte, Märkte, Verwaltungsgemeinschaften und Gemeinden auf Basis der Websites inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Befunde wurden für die Weiterentwicklung der Interviewleitfäden genutzt und 18 Interviews und acht Gruppendiskussionen mit kulturverwaltenden, kulturschaffenden und kreativwirtschaftlichen Akteuren geführt und inhaltsanalytisch sowie passagenweise dokumentarisch ausgewertet, um subjektive Deutungen zu erfassen. Das Kategoriensystem systematisiert Aussagen zum Professionsverständnis, Kulturverständnis, Verständnis von Ländlichkeit, Handlungslogiken, Bedeutung von Raum und Zukunftsperspektiven. In beiden Regionen wurden Gesprächsrunden durchgeführt, um Befunde mit Akteuren zu validieren und die Entwicklung von Perspektiven der regionalen Kulturarbeit in anschließenden Workshops didaktisch angeregt.
