WaX-Verbundprojekt SpreeWasser:N - Adaption an Wasser-Extremereignisse: Dürremanagement, integrierte Wasserbewirtschaftungskonzepte und verbesserte Wasserspeicherung in der Region Berlin-Brandenburg
Date
Editor
Advisor
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Supplementary Material
Other Versions
Link to publishers' Version
Abstract
Das Verbundprojekt SpreeWasser:N - Adaption an Wasser-Extremereignisse lief von 01.04.2022 bis 31.12.2025 und hatte das Ziel, den Umgang mit Dürre, Niedrigwasser und Wasserspeicherung in der Region Berlin-Brandenburg wissenschaftlich und praktisch zu verbessern. Im Mittelpunkt standen die Untere Spree und ihr Einzugsgebiet, in dem klimatische Extremereignisse, steigende Nutzungsansprüche und eine angespannte Wasserverfügbarkeit zusammenwirken. Das Vorhaben verknüpfte hydrologische, agrarwissenschaftliche, technische, rechtliche und sozioökonomische Ansätze, um konkrete Anpassungsinstrumente für Praxis und Verwaltung zu entwickeln. An die Arbeiten wurde ein wissenschaftlich-technischer Stand angeknüpft, der bereits belastbar zeigte, dass Wasserverfügbarkeit und Wasserbedarf in der Region künftig stärker auseinandergehen werden. Zugleich war bekannt, dass Maßnahmen zur Wasserspeicherung, zur Grundwasseranreicherung und zur Dürrevorsorge nur dann wirksam eingesetzt werden können, wenn sie räumlich passend, rechtlich zulässig und für die Nutzer verständlich aufbereitet sind. Daraus ergab sich die Aufgabe, tragfähige Modelle, Methoden und Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, die sowohl für Fachbehörden als auch für Landwirte und weitere Wasserakteure nutzbar sind. Das Projekt wurde in mehreren eng miteinander verknüpften Arbeitspaketen umgesetzt (vgl. Tabelle VI-11 Übersicht Arbeitspakete und Deliverables). Zunächst wurden die hydrologischen und meteorologischen Grundlagen erarbeitet, Daten aufbereitet und in Modelle überführt, um Wasserhaushalt, Niedrigwasser, Dürre und den (zukünftigen) Wasserbedarf besser beschreiben zu können. Parallel dazu wurden Standort- und Maßnahmenbewertungen für oberflächennahe und unterirdische Wasserspeicherung entwickelt, darunter eine GIS-basierte Wasserspeicher-Toolbox sowie ein online zugängliches Dürre-Frühwarnsystem. Ergänzend liefen Feldversuche, unter anderem zu gesteuerter Drainage und Bodenfeuchte, um modellbasierte Ergebnisse an realen Standorten zu prüfen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Analyse von Wetterlagen, Dürreindikatoren, landwirtschaftlichen Erträgen und Zukunftsszenarien, um Risiken für die Landwirtschaft und die Wasserwirtschaft besser einschätzen zu können. Darüber hinaus wurden rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen untersucht, damit die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht nur technisch sinnvoll, sondern auch umsetzbar sind. Begleitend dazu wurden Stakeholder-Workshops, Interviews und Abstimmungen durchgeführt, um die Werkzeuge an den Bedarf der Praxis anzupassen.
