Open6GHub-Karlsruhe: Organische, nachhaltige und vertrauenswürdige 6G-Mobilfunksysteme für Mensch und Umwelt; Teilvorhaben KIT

Abschlussbericht 2026

Abstract

Der Mobilfunk hat in den letzten Jahren eine erhebliche transformative Kraft entfaltet. Dienste wurden mobil, das Smart-Phone zu einem wichtigen und zunehmend omnipotenten Begleiter, und die Sensorfunktionalitäten der Endgeräte zu einer wichtigen Quelle wertvoller Kontextinformationen. Mit 5G hat sich dieser Einfluss nun auf vertikale Anwenderindustrien - insbesondere auch die in Deutschland wichtige Automatisierung und den Automobilsektor - erweitert, wo 5G wahrscheinlich eine der Schlüsseltechnologien für eine effiziente Digitalisierung wird. Wir erwarten, dass mit 6G fast alle Bereiche in Gesellschaft und Wirtschaft von diesem Trend erfasst werden und dabei zusätzlich zu den vertikalen Anwenderindustrien der Mensch verstärkt im Mittelpunkt stehen wird (Biosensorik für personalisierte Medizin, persönliche Avatare - zum Beispiel zum Schutz im Straßenverkehr, Unterstützung in der Arbeitswelt - zum Beispiel durch neue HMIs). Hiermit wird der Schutz persönlicher Daten eine ganz zentrale Rolle im Systemdesign spielen müssen. Ziel des "Open 6G Hub" Projekts war, im europäischen Kontext Beiträge zu einem globalen 6G - Harmonisierungsprozess und -Standard zu liefern, der deutsche Interessen im Sinne unserer gesellschaftlichen Prioritäten berücksichtigt und dabei die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und unsere technologische Souveränität sowie die Position Deutschlands und Europas im internationalen Wettbewerb um 6G stärkt. Das KIT hat sich primär mit neuen Technologien für Millimeterwellen- und THz-Funksysteme inklusive der direkten faseroptischen Netzanbindung beschäftigt. Dazu gehören neue Hardware-Komponenten und -Systeme aber auch übergeordnete Systemkonzepte, neue Methoden und Algorithmen. Ein wesentlicher Beitrag war dabei auch die Realisierung des 6G Massive-MIMO-Testbeds, das in vielen weiteren Projekten zum Einsatz kommt und noch kommen wird. Gleichzeitig betrachteten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des KIT neue Software- und Programmierungskonzepte für 6G-Mobilfunknetze sowie die Zuverlässigkeit, Sicherheit und Exposition zukünftiger Funksysteme.

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