Entwicklungschancen und Hemmnisse einer suffizienzorientierten Stadtentwicklung am Beispiel des Sanierungsgebiets Hafen-Ost in Flensburg (EHSS II)
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Abstract
Die Stadt Flensburg steht vor der Herausforderung, ein neues Quartier zu entwickeln, das nicht nur funktional und ästhetisch ansprechend ist, sondern auch den Prinzipien der Nachhaltigkeit und Lebensqualität entspricht. Dieses neue Stadtviertel soll an einem privilegierten Standort entstehen – direkt am Wasser gegenüber der historischen Altstadt und auf dem Gelände des ehemaligen Wirtschaftshafens. Dabei strebt die Stadt Flensburg nicht einfach nur die Schaffung eines weiteren anonymen Stadtteils an, sondern vielmehr die Gestaltung eines lebendigen urbanen Raums, der für Wohnen, Gewerbe, Wis-senschaft, Kultur und Freizeit gleichermaßen Raum bietet. Dieses Vorhaben soll nicht nur die städtebauliche Entwicklung vo-rantreiben, sondern auch als Leuchtturmprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung dienen. Es markiert einen neuen Schritt für die Stadt, da bisherige Stadtentwicklungsprojekte nur selten einen ganzheitlichen Ansatz verfolgten, der neben Effizienz und Konsistenz auch die Strategie der Suffizienz umfasst. Somit wird das Quartier Hafen-Ost nicht nur zu einem baulichen Projekt, sondern zu einem Experimentierfeld für innovative und nachhaltige Stadtentwicklungskonzepte, die über die Grenzen Flens-burgs hinaus Bedeutung erlangen können. Das Vorhaben zur Entwicklung des Quartiers Hafen-Ost in Flensburg umfasst vier Arbeitspakete. Das erste beinhaltet die transdisziplinäre Begleitung der Quartiersentwicklung, einschließlich der Operationali-sierung und kontinuierlichen Evaluierung der entwickelten Leitlinien sowie die Erarbeitung des Rahmenplanes. Im zweiten Arbeitspaket wurde die Relevanz einer nachhaltigen Bodenpolitik für eine stadtentwicklungsfördernde Nutzung von Ressourcen und das Allgemeinwohl herausgestellt. Es erfolgte eine Untersuchung der Praxis anderer Kommunen, deren Ergeb-nisse in Handlungsempfehlungen integriert wurden, um die lokale Umsetzung bodenpolitischer Instrumente zu unterstützen. Das dritte Arbeitspaket zielt das auf einen strukturierten und systematischen Wissenstransfer mit ähnlichen Stadtentwicklungs-projekten ab. Es wurde eine Exkursion zu Beispielprojekten nach Hannover mit Projektmitgliedern, städtischen Mitarbeiterin-nen und Kommunalpolitikerinnen aus verschiedenen Fraktionen durchgeführt und Kontakt mit Expertinnen geknüpft. Im vierten Arbeitspaket wurden planungsrelevante Indikatoren einer suffizienzorientierten Stadtentwicklung identifiziert.
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