JOLanDA - Verbesserung der Orientierungskompetenz von Jugendlichen in ländlichen Regionen bei biographischen Entscheidungsprozessen
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Abstract
Abwanderung aus ländlich-peripheren Räumen (vgl. BBSR o.J.) stellte betroffene Regionen zu Beginn des Projektes vor große Herausforderungen. Ausgegangen wurde von einem „schleichenden Prozess der Entleerung ländlicher Räume“ (vgl. Münter/Osterhage 2018). Vor allem junge Menschen und Aspirant*innen höherer Bildung zogen aus ländlich-peripheren Regionen fort (vgl. Milbert/Sturm 2016). Damit fehlt es den betroffenen Regionen zum einen an Fachkräften für die regionale Wirtschaft, zum anderen aber auch an einer kritischen Masse kreativer Akteur*innen. Dieser sog. „Brain-Drain“ führt dazu, dass endogene Entwicklungspotenziale nicht aktiviert werden können und sich die Situation weiter verschlechtert (vgl. Bürkner/Matthiesen 2007). Die Folge ist eine fortschreitende Peripherisierung (Beetz 2008). Gemeint ist die Abkopplung betroffener Regionen von den ökonomischen, politischen und kulturellen Machtzentren sowie der Verlust von Teilhabechancen und die Verengung von Handlungsspielräumen für die Bewohner*innen (vgl. Barlösius/Neu 2007). Sozialwissenschaftlich betrachtet ergeben sich daraus gesellschaftliche Marginalisierungsprozesse für die Betroffenen (vgl. Kühn 2016).
