GBi5S - Entwicklung einer neuartigen Plattformtechnologie für die Herstellung von Lebendimpfstoffen gegen parasitäre Infektionskrankheiten (OptoVAX)
Schlussbericht
Date
Authors
Editor
Advisor
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Supplementary Material
Other Versions
Link to publishers' Version
Abstract
Spulwurminfektionen zählen weltweit zu den häufigsten parasitären Infektionskrankheiten des Menschen und treten auch in der Schweinehaltung weit verbreitet auf. Trotz langjähriger Forschung steht bislang kein zugelassener Impfstoff gegen Spulwurminfektionen zur Verfügung; die Kontrolle beruht überwiegend auf wiederholter Anthelminthikagabe sowie hygienischen und managementbezogenen Maßnahmen. Diese Ansätze reduzieren zwar kurzfristig die Wurmlast, verhindern jedoch keine Reinfektionen und sind langfristig durch begrenzte Wirkdauer, Umweltpersistenz der Eier und Resistenzrisiken limitiert. Das Vorhaben OptoVAX untersucht eine neuartige Plattformtechnologie zur Herstellung attenuierter Lebendimpfstoffkandidaten gegen parasitäre Infektionskrankheiten. Grundlage ist ein laserbasiertes Verfahren, mit dem infektiöse Helmintheneier gezielt behandelt werden, sodass frühe Schritte der natürlichen Infektion immunologisch nachgeahmt werden, ohne eine persistierende Infektion zu etablieren. Die Technologie verbindet parasitologisch-immunologische Expertise zu Ascaris suum und zur Wirt-Parasit-Interaktion im Schwein mit bildgebender Analyse sowie laser- und optophysikalischer Expertise. In der GO-Bio-initial-Sondierungsphase wurde das Translations- und Kommerzialisierungspotenzial der OptoVAX-Plattform systematisch geprüft. Bearbeitet wurden insbesondere Markt- und Bedarfsanalyse, Freedom-to-Operate-Prüfung, Schutzrechtsstrategie, Skalierungskonzept, Partneraufbau, Folgeanträge und vorbereitende regulatorische Schritte. Die Arbeiten bestätigten den human- und veterinärmedizinischen Bedarf, führte zum Aufbau einer eigenen Schutzrechtsposition, stärkten die technische Anschlussfähigkeit und schufen die Grundlage für präklinische Validierungsarbeiten in einer möglichen Folgephase.
