GBi5S: Synthetische DNA-Vektoren für den nicht-viralen Gentransfer (synVec)

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das Projekt synVec konzentrierte sich auf die Entwicklung einer innovativen Methode zur Produktion von synthetischer, zirkulärer DNA, um die Kosten und Effizienz von personalisierten Gentherapien zu verbessern. Gentherapien haben das Potenzial, unheilbare Krankheiten zu behandeln, jedoch hindern hohe Produktionskosten und lange Herstellungszeiten ihre breite Anwendung. Traditionelle Verfahren, wie die Nutzung lentiviraler Vektoren, sind teuer, komplex und bergen Risiken wie Insertionsmutagenese, was zu Nebenwirkungen wie Tumorbildung führen kann.

Die Sleeping Beauty-Technologie bietet eine sichere und kosteneffiziente Alternative. Durch die Verwendung von DNA und mRNA als einzige benötigte Komponenten verspricht sie schnelle und vereinfachte Prozesse. Derzeit werden DNA-Vektoren jedoch durch bakterielle Fermentation hergestellt, was zeitaufwendig und kostenintensiv ist. Während diese Kosten bei nicht-personalisierten Gentherapien aufgrund der größeren Patientenkohorte vernachlässigbar sind, stellen sie bei personalisierten Therapien, bei denen jeder Patient ein individuelles therapeutisches Gen benötigt, ein signifikantes Hindernis dar.

SynVec adressierte diese zentrale Herausforderung der personalisierten Gentherapie: die schnelle, kostengünstige und sichere Bereitstellung von DNA-Vektoren. Die Plattform bietet eine fermentationsfreie, automatisierte Herstellung zirkulärer DNA-Vektoren, die GMP-kompatibel, skalierbar und kosteneffizient sind. Damit schließt synVec eine kritische Lücke um neue innovative Gentherapien überhaupt erst zu ermöglichen. Die Kombination mit der SB-Transposase ermöglicht eine sichere und effiziente Integration therapeutischer Gene, womit die Herstellung transgener Immunzellen im Gesamten beschleunigt wird. Erste Vorarbeiten belegen die technische Machbarkeit und Effizienz der synVec-Vektoren. Durch die regulatorische Frühberatung wurde eine vorläufige Roadmap für GMP-Implementierung und Zulassung entwickelt. Entscheidend ist dabei, dass regulatorische Behörden früh in den Entwicklungsprozess eingebunden werden und kontinuierlich konsultiert werden um eine GMP-konforme Entwicklung der synVec-DNA als Ausgangsstoff für Zelltherapien zu gewährleisten.

Unsere Markt- und Kundenanalyse ergab darüber hinaus, dass DNA-Vektoren in GMP-Qualität mit Kosten unter 50.000 Euro eine hohe Nachfrage haben. Der Gentherapie-Markt wird bis 2030 auf über 30 Milliarden US-Dollar geschätzt. SynVec adressiert insbesondere die Nische der hoch-personalisierten Therapien und bietet klare Wettbewerbsvorteile gegenüber bestehenden Technologien. Die geplante Ausgründung mit exklusiven Schutzrechten schafft die Grundlage für eine nachhaltige wirtschaftliche Anschlussfähigkeit.

Somit vereint synVec wissenschaftliche Exzellenz, technologische Innovation und klare Marktchancen. Die Sondierungsphase hat die wesentlichen Grundlagen für eine erfolgreiche Machbarkeitsphase und anschließende Ausgründung gelegt. Das Projekt verdeutlichte maßgeblich die Notwendigkeit und das Interesse Dritter, die Kostenstruktur und Verfügbarkeit personalisierter Gentherapien grundlegend zu verändern.

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