Untersuchung der Angriffsmöglichkeiten auf IT-Systeme in Kernkraftwerken über Kommunikationssysteme/-einrichtungen/-protokolle
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Abstract
Seit mehr als 20 Jahren etabliert sich in deutschen kerntechnischen Anlagen für sicherheits- und sicherungsrelevante Aufgaben der Einsatz von Informationstechnik. Neben informationsverarbeitenden Bürosystemen handelt es sich auch um einzelne oder vernetzte leittechnische Systeme und weitere Systeme, die sicherheits- oder sicherungsrelevante Aufgaben übernehmen. Um ihre Aufgaben auszuführen, sind eine Vielzahl dieser Systeme auf eine limitierte oder umfassende Vernetzung und digitale Kommunikation angewiesen, zum einen zwischen den einzelnen Komponenten der Systeme und zum anderen mit anderen Systemen bis hin zur Außenwelt.
Seit vielen Jahren nimmt die Zahl der erkannten Schwachstellen von kommunikationsrelevanter Soft- und Hardware zu, sodass auch eine Betroffenheit von kerntechnisch relevanten Komponenten und Systemen bereits in Bezug auf bekannte, aber auch zukünftige Schwachstellen erwartbar ist. Um die Auswirkungen einer solchen Betroffenheit spezifischer zu erfassen, wurden die sich aus Schwachstellen ergebenden Angriffsmöglichkeiten im Kontext der in kerntechnischen Anlagen eingesetzten Komponenten ermittelt. 280 Schwachstellen mit Relevanz zur Netzwerkkommunikation wurden im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens selektiert. Mögliche Angriffstechniken, welche sich aus diesen Schwachstellen ergeben, wurden eruiert, herausgearbeitet sowie in Bezug zu typischen, generischen IT-Komponenten kerntechnischer Anlagen gesetzt.
For more than 20 years, the use of information technology has been established in German nuclear facilities for safety- and security-related tasks. In addition to information-processing office systems, this also includes individual or networked industrial control systems and other systems that perform safety- or security-related tasks. In order to perform their tasks, many of these systems rely on limited or comprehensive networking and digital communication, both between the individual components of the systems and with other systems, including the outside world.
For many years now, the number of identified vulnerabilities in communication-related software and hardware has been increasing, so that nuclear-related components and systems can also be expected to be affected by known and future vulnerabilities. To assess the effects of such an impact more specifically, the attack possibilities resulting from vulnerabilities were determined in the context of the components used in nuclear facilities. 280 vulnerabilities relevant to network communication have been selected as part of this investigation. Possible attack techniques resulting from these vulnerabilities were identified, elaborated and discussed in relation to typical, generic IT components of nuclear facilities.
