Gestaltung von Ernährungsumfeldern zum gemeinsamen Adressieren von Unter-, Mangel-, Fehl- und Überernährung in Sub-Sahara Afrika (Food-SAMSA)

Sachbericht zum Verwendungsnachweis

Abstract

In vielen Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs) treten Unterernährung sowie Übergewicht, Adipositas und/oder ernährungsbedingte nichtübertragbare Krankheiten gleichzeitig auf und beeinflussen sich gegenseitig - innerhalb von Bevölkerungsgruppen, Haushalten und bei Einzelpersonen, sowohl zu einem bestimmten Zeitpunkt als auch über den Lebensverlauf hinweg. Dieses Phänomen, das als Double Burden of Malnutrition (DBM) bezeichnet wird, spiegelt das komplexe Zusammenspiel verschiedener Formen der Mangelernährung wider. Als Syndemie wird der DBM durch gemeinsame systemische Faktoren verursacht, wobei sich die überlappenden Epidemien gegenseitig verstärken und koordinierte, sektorübergreifende Maßnahmen erfordern.

Food-SAMSA verfolgte das Ziel, den DBM zu adressieren, indem:

  • bestehende methodische Ansätze zur Bewertung und Verbesserung von Ernährungsumgebungen weiterentwickelt und an Kontexte angepasst wurden, die durch einen DBM sowie weitere für LMICs typische Merkmale gekennzeichnet sind, wie etwa die Koexistenz eines formellen mit einem großen informellen Lebensmittelsektor;
  • diese Ansätze in Südafrika angewendet wurden, um Ansatzpunkte für Veränderungen auf politischer (Makro-), kommunaler (Meso-) und zwischenmenschlicher bzw. Haushaltsebene (Mikro-Ebene) zu identifizieren, wobei Methoden der integrierten Wissenstranslation eingesetzt wurden, um einen praktischen und politischen Nutzen auf allen drei Ebenen sicherzustellen;
  • Kapazitäten und Netzwerke zwischen Forschenden im Bereich Ernährungsumgebungen und Ernährungssysteme, politischen Entscheidungsträger:innen, Akteuren aus der Wirtschaft sowie der Zivilgesellschaft in Südafrika und darüber hinaus gestärkt wurden, um weitere Forschung und Maßnahmen zur Förderung gesünderer Ernährungsumgebungen in Subsahara-Afrika zu ermöglichen.

In many low- and middle-income countries (LMICs), undernutrition coexists and interacts with overweight, obesity and/or diet-related noncommunicable diseases, within populations, households, and individuals, at any given point in time and across the life course. This phenomenon, known as the double burden of malnutrition (DBM), reflects the complex interplay of multiple forms of malnutrition. As a syndemic, the DBM is driven by shared systemic factors, with overlapping epidemics that interact and require coordinated, multisectoral responses.

Food-SAMSA aimed to address the DBM by:

  • Refining and adapting existing methodological approaches for assessing and improving food environments to circumstances characterised by a DBM and other features typical of LMICs, such as the coexistence of a formal food sector with a large informal one.
  • Applying these approaches in South Africa to identify levers for change on a policy (macro), community (meso) and interpersonal (micro) level, while using integrated knowledge translation methods to ensure practical and policy impact on these three levels.
  • Building capacities and networks among food environment and food system researchers, policymakers, business and civil society actors in South Africa and regionally, thus facilitating further research and action for improved food environments across Sub-Saharan Africa.

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