Schlussbericht zum Verbundprojekt "SafeSky" Kollisionsvermeidung durch Vernetzung bodengestützter Luftverkehrsdatenverarbeitung und Luftlagebildübermittlung
Date
Editor
Advisor
Volume
Issue
Journal
Series Titel
Book Title
Publisher
Supplementary Material
Other Versions
Link to publishers' Version
Abstract
Problemstellung: Vor Projektbeginn existierte kein einheitliches Luftlagebild für bemannte und unbemannte Luftfahrzeuge im Projektwirkraum (rheinisches Braunkohlerevier). Dabei ist das rheinische Braunkohlerevier ein Ort in dem sich ungewöhnlich viele unterschiedliche Luftverkehrsteilnehmer (Verkehrsflugzeuge, militärischer Verkehr, Rettungs- und Polizeihubschrauber, Luftsportler) aufgrund der komplexen Luftraumstruktur verhältnismäßig nahe begegnen. Diese Teilnehmer sind zwar meist elektronisch sichtbar, können sich aber teils gegenseitig nicht elektronisch erkennen, da die verwendeten Systeme nicht zwangsläufig kompatibel sind. Diese Problemstellung greift das SafeSky-Projekt auf. Wo notwendig wurden die angetroffenen Systeme der elektronischen Sichtbarkeit im Labor untersucht. Im Feld wurden die elektronischen Nachrichten der Teilnehmer erfasst und zu einem umfassenden Luftlagebild zusammengefügt. Anschließend wurde das Luftlagebild über bestehende Technologiestandards (UAT auf 978 MHz) im Wirkraum ausgestrahlt. Durch umfangreiche Testflüge und deren Auswertungen sollte die Anwendbarkeit der verwendeten Technologien zur Erhöhung der Sicherheit im Luftraum verifiziert werden.
Ergebnisse und Wirkungen Im Projekt konnte erfolgreich nachgewiesen werden, dass die Generierung und Ausstrahlung eines umfassenden Luftlagebilds auf Basis von vorhandenen Technologien möglich ist. Hierbei wurde ein Fokus auf die ungewöhnliche Vielfalt der Verkehrsteilnehmer sowie die komplexe Luftraumstruktur im rheinischen Braunkohlerevier gelegt. Für den Wirkraum wurde diese durch den Einsatz von Empfangssensorik auf Windkraftanlagen, der Fusionierung und Ergänzung der Daten zu einem einheitlichen Luftlagebild, sowie der Ausstrahlung des Luftlagebilds mittels zweier kostengünstiger UAT-Sender umgesetzt. Zusätzliche Eigenschaften der angetroffenen Systeme wurden mit Laborversuchen ermittelt, um das Luftlagebild damit anzureichern. Die weitere Analyse der Testflüge hat ergeben, dass eine bundesweite Abdeckung des Luftraums mit nur sechzehn auf ausgewählten Funktürmen installierten Sendern realisierbar erscheint. Die Ergebnisse wurden im SafeSky-Beirat, welcher mit einem breiten Spektrum aus Betreibern von Luftfahrzeugen besetzt ist, sehr positiv aufgenommen. Das Projektkonsortium hofft mit der positiven Machbarkeitsanalyse einen Anstoß für die Umsetzung einer bundesweiten, besser europaweiten Verkehrsinfrastruktur, zur nachhaltigen Verbesserung der Flugsicherheit gegeben zu haben.
