HINT: Hybride Interaktive Avatare für PCS-Betroffene

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Post-COVID-Syndrom (PCS)-Betroffene sehen sich in Deutschland mit der Herausforderung konfrontiert, ihre vielfältigen Symptome zu verstehen und passende Informationen sowie Therapiemöglichkeiten zu finden [1]. Dies ist insbesondere bei geringen Deutschkenntnissen oder niedriger Gesundheitskompetenz (Health Literacy) eine große Hürde [2]. Der Zugang zu niedrigschwelligen, personalisierten und mehrsprachigen Unterstützungsangeboten ist bislang unzureichend. Mediziner:innen wird hingegen durch die fehlende kontinuierliche und strukturierte Datenerfassung des Verlaufs sowie die Ausprägung von Symptomen eine fundierte Diagnose und individuelle Therapieplanung erschwert [1], [3]. Im Vorhaben HINT (Hybride Interaktive Avatare für PCS-Betroffene) entwickelte die TH Köln gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, der Uniklinik Köln und der Humanizing Technologies, eine mehrsprachige, KI-basierte App mit virtuellem Avatar (Embodied Conversational Agent, ECA). Diese ermöglicht wissenschaftlich fundierte Gesundheitsabfragen und stellt medizinisch relevante Informationen in verständlicher Weise für die Betroffenen bereit. Ziel war es, die Erfassung und Visualisierung von Gesundheitsdaten niedrigschwellig zu gestalten und dabei sowohl die Alltagsintegration der Datenerfassung für Betroffene als auch deren Austausch mit medizinischem Personal zu verbessern. Die dafür erforderliche Mensch-Maschine-Interaktion sollte so gestaltet werden, dass sie langfristige Motivation zur Nutzung fördert und alle relevanten Personengruppen (Betroffene, Mediziner:innen) adressiert. Besonderes Augenmerk galt der Begleitung des Entwicklungsprozesses durch partizipative Methoden und Lead-User sowie der fortlaufenden Evaluation hinsichtlich Usability und Wirksamkeit (u. a. in einem Feldversuch). Die Einbindung von Wearables, dreisprachiger Unterstützung (Deutsch, Türkisch, Italienisch) sowie ein hohes Datenschutzniveau (Privacy-by-Design) aber auch die Einbindung von Methoden zur Unterstützung des aktiven und passiven Energiemanagements (Pacing) im Sinne eines "Pacing-by-Design"-Konzepts sind wesentliche Merkmale. Ethische, rechtliche und soziale Aspekte wurden gezielt adressiert, um Risiken zu minimieren und Teilhabegerechtigkeit zu gewährleisten.

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