Schlussbericht zum Verbundprojekt "Mach's GenaU! - Standortübergreifende MINT-Arbeitsgemeinschaften für Schüler*innen in Berlin und Brandenburg" (GenaU)

Schlussbericht im Rahmen der ersten Richtlinie zur Förderung regionaler Cluster für die MINT-Bildung von Jugendlichen (MINT-Bildung für Jugendliche), Bundesanzeiger vom 11.11.2019 (MINT-Cluster I - Anschlussförderung)

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Zielsetzung und Ausgangslage Das Berlin-Brandenburger Schülerlabor-Netzwerk GenaU (Gemeinsam für naturwissenschaftlich-technischen Unterricht) wurde 2006 gegründet und ist zum Zeitpunkt dieses Berichts auf 19 Mitgliedslabore sowie 9 assoziierte Partner angewachsen. Rund 50.000 Schülerinnen nutzen jährlich die MINT-Angebote des Netzwerks. Die Ausgangslage zeigte: Trotz vielfältiger Schulvormittagsangebote fehlte es an einem nachmittäglichen Vertiefungsformat für individuell interessierte Schülerinnen. Besonders unterrepräsentiert waren Mädchen sowie Jugendliche mit begrenztem Zugang zu außerschulischen MINT-Bildungsangeboten. Das Cluster „Mach's GenaU!" wurde ins Leben gerufen, um diese strukturelle Lücke zu schließen: durch verlässliche, wöchentliche Angebote mit kontinuierlicher Betreuung, gendersensiblen Zugängen und der Verknüpfung von Interessenförderung mit Berufs- und Studienorientierung. Ablauf des Vorhabens In der zweiten Förderphase (2024–2025) wurden fünf zentrale Angebote mit insgesamt 291 Terminen durchgeführt, die 2.831 Teilnahmen erreichten: (1) Science Club GenaU-App des dEIn Labors (TU Berlin) – wöchentliche Programmier- und Medienprojekte für 10–13-Jährige mit 63 Terminen und 448 Teilnahmen, inklusive Vorbereitung auf den VEX-Robotikwettbewerb. (2) Science Club UniLab (HU Berlin) – forschungsnahe Physik (Quantenmechanik, Astronomie) für 15–18-Jährige mit 57 Terminen und 190 Teilnahmen. (3) Science Club Blick in die Materie (HZB) – experimentelles Arbeiten zu Energie und Materie mit 67 Terminen und 518 Teilnahmen, gezielt gendersensibel gesteuert (4) Klima-AG des Wettermuseums – digitales Online-Format mit meteorologischen und klimawissenschaftlichen Inhalten, 72 Termine und 1.343 Teilnahmen (größere überregionale Reichweite durch digitales Format) (5) Berufsorientierungs-AG „NATürlich Ausbildung!" mit einem Role-Model-Ansatz, präsentiert in einer 28-seitigen Broschüre, 32 Terminen und 332 Teilnahmen. Wesentliche Ergebnisse und Netzwerkstrukturen Das Cluster etablierte sich als regional sichtbares und sehr differenziertes Angebot. Die Erkenntnisse innerhalb des Clusters wurden an das gesamte Netzwerk weitergegeben. Überregionale Vernetzung erfolgte durch LeLa (Bundesverband der Schülerlabore e.V.), MINTvernetzt, Körber-Stiftung und Stifterverband. Eine weiterer reger Austausch erfolgte beispielsweise beim MINT:Barcamp oder der MINT-Qualitätsoffensive. Tranferleistungen waren Standpräsentationen, Veröffentlichungen, Podiumsteilnahmen und Workshops (z.B. auf der LeLa-Tagung 2025, MINTvernetzt-Jahrestagung, Bei der Verstetigung ergaben sich Teilerfolge: Das HZB sicherte die Finanzierung der beiden Tutorinnenstellen für 2026 zu. Das dEIn Labor, UniLab und Wettermuseum prüfen die Integration ihrer Science Clubs in bestehende Strukturen und nach Ressourcenlage. Für „NATürlich Ausbildung!" wurde eine Anschlussfinanzierungsbewerbung bei der Klaus-Tschira-Stiftung (Linie „MINT-Talente ins Licht") eingereicht. Besondere Erfolge: Teilnahme der Schülerinnen der GenaU-App-AG an Wettbewerben zu Robotik. Außerdem vergab die Körber-Stiftung 2025 einen Preis für „MINT-Regionen wirken" an die Koordinatorin des Clusters für ihre Arbeit in „NATürlich Ausbildung!". Die 20-Jahre-Jubiläumsfeier des GenaU-Netzwerks am 18.03.2026 im Deutschen Technikmuseum bot Gelegenheit zur Vernetzung und Sichtbarmachung von Mach's GenaU!/NATürlich Ausbildung! im Rahmen von 120 Gästen aus Politik, Wirtschaft und dem MINT-Bereich.

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