Personal mastery health & wellness data - PATH

Sachbericht zum Verwendungsnachweis

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Aktuell gibt es eine Vielzahl von deutschen, EU-weiten und internationalen Initiativen, die sich mit der datenschutzkonformen Bereitstellung und Nutzung von Gesundheitsdaten (HD) befassen. Diese Initiativen stehen vor einer Reihe von Herausforderungen, die durch die zunehmende Vielfalt und Komplexität der Gesundheitsdaten entstehen. Während Gesundheitsdaten in der Vergangenheit hauptsächlich als digitale Versionen traditioneller, papierbasierter Krankenhausakten existierten, werden sie heute zu einem großen Teil von Laien selbst kontrolliert und über verschiedene Systeme wie Smartphone-Apps, Sensoren, Heimtests oder genetische Analysen gesammelt. Diese Entwicklung hat zu einem fundamentalen Wandel in der Art und Weise geführt, wie Gesundheitsdaten generiert, gespeichert und genutzt werden. Die heutigen Gesundheitsdaten beschreiben den Gesundheitszustand einer Person in einer bislang unerreichten Detailtiefe. Bürger nutzen bereits heute eine Vielzahl von Anwendungen, um ihre Gesundheit zu überwachen, Symptome zu verfolgen, Ernährungsgewohnheiten zu dokumentieren oder sich mithilfe von privaten Screening-Tests auf Krankheiten wie Unverträglichkeiten zu testen. Diese selbst generierten Daten bieten ein enormes Potenzial für die medizinische Forschung und die verbesserte Diagnose von Krankheiten. Allerdings birgt diese Entwicklung auch Herausforderungen in Bezug auf den Datenschutz und die sichere Nutzung dieser Daten. Das Projekt PATH (Personal Mastery Health & Wellness Data) hat es sich zum Ziel gesetzt, eine koordinierende Infrastruktur für die Nachnutzung von privat erzeugten Gesundheitsdaten zu schaffen. Die Besonderheit dieses Projekts liegt darin, dass die Kontrolle über die Daten bei den Einzelpersonen verbleibt. Die Grundsätze der Verwaltung und Nachnutzung sowie die Anbahnung zur Nachnutzung sind in der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) festgelegt. Demnach bedarf es einer informierten Einwilligung der Personen, die ihre Gesundheitsdaten zum Zwecke der Nachnutzung und zum Wohle der Allgemeinheit für Forschungsprojekte teilen möchten. Die wesentlichen Ergebnisse umfassen die Entwicklung des Standard Health Consent Ansatzes, das in enger Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden ersonnen wurde, sowie die Implementierung und der Test einer Infrastruktur für die informierte Einwilligung von Personen, die damit ihre privat erfassten Gesundheitsdaten (z.B. Fitnessdaten) zur Nachnutzung z.B. in Forschungsprojekten geben können. Die Plattform ist dabei von den folgenden Aspekten charakterisiert.

  1. Entwicklung einer sicheren und skalierbaren Infrastruktur: Die Implementierung einer robusten technischen Infrastruktur, die in der Lage ist, große Mengen an Gesundheitsdaten sicher zu speichern und zu verarbeiten, ist von entscheidender Bedeutung. Dazu gehören die Verwendung von Verschlüsselungstechnologien und sicheren Zugangskontrollen.
  2. Schaffung eines transparenten und partizipativen Systems: Die teilnehmenden Personen sollten in den Prozess der Datennutzung eingebunden werden, um ein hohes Maß an Transparenz und Vertrauen zu gewährleisten. Dies kann durch die Bereitstellung von Informationen über die Datennutzung, die Gewährleistung der Anonymisierung oder Pseudonymisierung der Daten und die Möglichkeit, die Einwilligung zu widerrufen, erreicht werden.
  3. Sicherstellung der regulatorischen Compliance: Die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen, insbesondere der DSGVO, muss von Anfang an in den Entwicklungsprozess integriert werden. Dazu gehören die Durchführung von Datenschutz-Folgenabschätzungen, die Implementierung von Datenschutz by Design und by Default sowie die regelmäßige Überprüfung der Compliance mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften.

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