Verbundprojekt: Meme, Ideen, Strategien rechtsextremistischer Internetkommunikation (MISRIK); Teilvorhaben: Praxis, Affekt, Mitgliedschaft rechtsextremistischer Internetkommunikation (PAMRIK)

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Das ethnologische Teilvorhaben PAMRIK an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erforschte die Netzaktivist:innen der Neuen Generation der Rechten in sozialen Medien. Schwerpunkte waren die Konzepte der graduellen Mitgliedschaft, der affektiv-emotionalen Dimension und der Etablierung alternativer Wahrheitsbehauptungen. Der Fokus lag auf der Pragmatik der Metapolitik - wie digitale Popkultur und Partizipationslogiken von Social Media praktisch wirksam werden. Das Projekt untersuchte die sozialen Dimensionen politischer Meme-Praxis mittels digital-ethnografischer Forschung.

Das Teilvorhaben ergänzte den wissenschaftlichen Forschungsstand durch einen Ansatz, der digitale Medien- und Kommunikationsforschung mit einer ethnografischen, alltagsweltlichen Perspektive verband und das Zusammenspiel von digitaler und nicht-digitaler politischer Praxis nachvollziehbar machte. Im Rahmen des Gesamtvorhabens MISRIK untersuchte das ethnologische Teilvorhaben die Akteur:innen und ihre Praktiken mittels teilnehmender Beobachtung in diversen (post)-digitalen Räumen. Dieser Ansatz war besonders relevant, um zu verstehen, wie Meme strategisch eingesetzt werden und wirksam werden. Die ethnologische Forschung konzentrierte sich auf partizipative, gemeinschaftbildende Praktiken wie Trolling, Raiding, Shitposting und Memetic Speech, die von den Teilnehmerinnen positiv wahrgenommen wurden. Dieser Schwerpunkt lenkte den Blick auf Affekte extrem rechter Praxis, die in der Forschung oft unterrepräsentiert sind. Das Vorhaben verfolgte einen nicht-normativen Ansatz, der die moralisch-politischen und ontologischen Vorstellungen der Akteurinnen in den Vordergrund stellte.

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