Langzeitmonitoring und Funktionalität von Staubabscheidern für Einzelraumfeuerungen im Feld - Teil 1: Grundlagen und Feldinstallation sowie erste Betriebserfahrungen; Akronym: LangEFeld
Schlussbericht zum Vorhaben
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Abstract
Bei der Verbrennung von biogenen Festbrennstoffen werden Schadstoffe, wie beispielsweise Feinstaub, emittiert. Die Entstehung dieser Staubpartikel hängt unter anderem von der Feuerung, dem Brennstoff und der Betriebsweise der Feuerung ab. Es bestehen erhebliche Risiken, dass die Emissionsgrenzwerte, die für diese Feuerungen gelten, im Alltag nicht erreicht werden können. Das gilt insbesondere für den vorhandenen Anlagenbestand, der derzeit auf 11,7 Mio. Einzelraumfeuerungen geschätzt wird. Um die Staubemissionen effizient zu reduzieren und die Belastung von Wohngebieten zu verringern, können beispielsweise elektrostatische Abscheider (ESP) in die Feuerung direkt integriert oder nachträglich in den Schornstein oder auf der Schornsteinmündung installiert werden. Bisherige Feldmessungen an Elektroabscheidern wurden meist nur über eine oder maximal zwei Heizperioden hauptsächlich an Zentralheizungen durchgeführt, wobei sich die Elektroabscheider nicht immer als voll funktionsfähig erwiesen haben und oft nur eingeschränkt verfügbar waren. Daher war es das Ziel dieses Projektes, verschiedene Elektroabscheider im Feld an Kleinfeuerungsanlagen wie dem Pellet- und Kaminofen nachzurüsten und erstmalig über mehrere Heizperioden Betriebserfahrungen durch das kontinuierliche Aufzeichnen von Betriebsdaten zu sammeln und somit deren Funktion zu überwachen. Vor allem sollte es um die Verfügbarkeit der Elektroabscheider gehen und auch die Abscheideeffizienz sollte vor und nach der Feldversuchsphase an Prüfständen ermittelt werden, um mögliche Alterungseffekte und Fehlfunktionen aufzudecken und so die Langzeittauglichkeit der Elektroabscheider unter realen Bedingungen zu beurteilen. Gleichzeitig sollten auch die Grundlagen erarbeitet werden, um zukünftig effektivere Staubminderungsmaßnahmen entwickeln zu können sowie wirkungsvolle Benutzerregeln und Fördermaßnahmen für solche nachrüstbaren Komponenten ableiten zu können. Neben den Elektroabscheidern gibt es auch vielversprechende Katalysatorlösungen als integrierte Emissionsminderungsmaßnahme, die jedoch bisher keinen Langzeitüberprüfungen ausgesetzt wurden, weshalb momentan noch keine belastbaren Aussagen zu Standzeiten von Katalysatoren in Einzelraumfeuerungen getroffen werden können. Daher sollten die im Projekt ohnehin erforderlichen Datenerfassungen und Dokumentationen an den Praxisanlagen zusätzlich dazu verwendet werden, die Einsatzbedingungen bei der gezielt herbeigeführten Katalysatoralterung über längere Betriebszeiten zu charakterisieren.
