GeRohTrans - Gesellschaftliche Einbindung in der Rohstoffforschung im Erzgebirge: Transdisziplinäre Zusammenarbeit und globale Verantwortung
Sachbericht WIR! - rECOmine - Verbundprojekt: GeRohTrans
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Rohstoffe sind Grundlage unseres täglichen Lebens. Dies betrifft insbesondere den steigenden Bedarf an mineralischen Rohstoffen im Zuge neuer Technologien zur Dekabonisierung der Wirtschaft. Weltweit stehen Rohstoffprojekte immer wieder dafür in der Kritik, gesellschaftliche und umweltpolitische Belange nicht ausreichend zu berücksichtigen oder diesen entgegen zu stehen. Dies betrifft auch neue Vorhaben des europäischen (Sanierungs-)Bergbaus und dessen Entwicklungsstandorte im Erzgebirge. Ziel des vorliegenden Vorhabens war es, regionale Akteur*innen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft "auf Augenhöhe" zusammenzubringen und auf die Wahrung unterschiedlicher Belange und Interessen, sowie die Adressierung von Konflikten hinzuwirken. Langfristig wird damit in der Region zu einer Adressierung und Stärkung des Rohstoffbewusstseins beigetragen. Konkret wurde am und anhand des Entwicklungsstandortes Altenberg untersucht, welche Rolle die Temporalität (d.h. zeitliche Dynamiken, Zeitpunkte etc.) gesellschaftlicher Einbindung im Kontext von "Reallaboren" als ergebnisoffene Experimentierräume der Rohstoffforschung spielt. "Gesellschaftliche Einbindung in der Rohstoffforschung im Erzgebirge: Transdisziplinäre Zusammenarbeit und globale Verantwortung" (GeRohTrans) fragte dabei, wann gesellschaftliche Einbindung beginnt oder endet, und untersuchte welchen Einfluss Temporalität wiederum auf die Auswahl und Umsetzung von Beteiligungsformaten hat. Im Projekt wurden diese Fragen öffentlich thematisiert und im Zuge transdisziplinärer Forschung für die industrielle Absetzanlage (IAA) Bielatal am Standort Altenberg umgesetzt. Darauf aufbauend wurden Handlungsempfehlungen zur zeitlich angepassten gesellschaftlichen Einbindung in der Rohstoffforschung entwickelt. Diese können standortübergreifend eingesetzt werden und tragen somit langfristig zur Stärkung der Zusammenarbeit Wissenschaft-Wirtschaft-Gesellschaft in der Region Erzgebirge bei.
