Verbundprojekt: Digitalisierung von Klebprozessen in der Fahrzeugindustrie (DigiKleb) - Teilvorhaben: Fraunhofer IFAM
Sachbericht zum Verwendungsnachweis
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Das Verbundprojekt DigiKleb verfolgt die Digitalisierung von Klebprozessen in der Fahrzeugindustrie. Das Fraunhofer IFAM als beteiligtes Forschungsinstitut erarbeitete verschiedene Teilvorhaben, die datenarchitektonische Modelle, neue Sensorik, prädiktive Wartung und den Aufbau eines Demonstrationszentrums für Industrie 4.0 beinhalten. Wichtige Meilensteine sind das Kickoff-Meeting 2024, halbjährliche Abstimmungen sowie der erfolgreiche Aufbau der Hardware-Komponenten wie Industrieroboter und zwei Klebstoff-Dosieranlagen. Im Arbeitspaket 1 wurden generische Prozessketten für 1K- und 2K-Klebstoffe identifiziert, deren Digitalisierung sich als vergleichbar erweist; der Fokus liegt auf Füge- und Beschichtungsprozessen. Drei Use-Cases - Karosserierohbau, Scheibenkleben und Exterieurverklebung - wurden mittels FMEA abgesichert, um Echtzeitüberwachung und Anomalie-Erkennung zu ermöglichen. Über 500 klebstoffspezifische Parameter wurden in ein OPC UA-kompatibles Modell überführt und zentral in einer InfluxDB-Datenbank integriert, sodass ein Digitaler Zwilling und Predictive Maintenance ermöglicht werden. Die Visualisierung umfasst eine 3D-Demonstrationszelle, ein Prozess-MES/HMI-System sowie die Prüfung der Dosierung mittels ECT. Sensorik in Form von Laserlinien-Scanner und 2D-Vision-System unterstützt die Echtzeit-Erkennung von Raupenfehlern; prädiktive Modelle überwachen Verschleißindikatoren. Das Demonstrationszentrum wird bis 2026 signifikant ausgebaut und alle Dosierprozesse in Echtzeit als virtuelle Darstellung (3D-Mockuo) sowie als reale Klebprozesse präsentiert. Einige Ergebnisse wurden international publiziert und präsentiert.
