Interdisziplinäres KI-Exploratorium: Integrierte Lehre zur verantwortungsvollen Nutzung Künstlicher Intelligenz auf Basis physisch-virtueller Demonstratoren; Akronym: IKID
Schlussbericht
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Abstract
Künstliche Intelligenz hat sich während der Laufzeit des Vorhabens von einem bereits relevanten technologischen Thema zu einem zentralen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und bildungsbezogenen Querschnittsthema entwickelt. Insbesondere die breite Verfügbarkeit generativer KI-Systeme hat verdeutlicht, dass der kompetente Umgang mit KI nicht allein als technische Spezialqualifikation verstanden werden kann. KI-Anwendungen berühren Fragen der Softwareentwicklung, Datenverarbeitung, Geschäftsmodellinnovation, Medienproduktion, Arbeitsorganisation, Rechtskonformität, ethischer Bewertung und gesellschaftlicher Verantwortung. Das Projekt IKID setzte an dieser Ausgangslage an. Ziel war es, an der Hochschule der Medien Stuttgart ein interdisziplinäres KI-Lehrangebot zu entwickeln, das Studierende verschiedener Studiengänge befähigt, KI-Anwendungen technisch zu verstehen, praktisch zu erproben, wirtschaftlich einzuordnen, rechtlich zu bewerten und ethisch zu reflektieren. Die Lehre sollte nicht additiv aus Einzelsitzungen verschiedener Disziplinen bestehen, sondern die Perspektiven von Informatik, Wirtschaft, Recht und Ethik in gemeinsamen Lehrformaten zusammenführen. Studierende sollten damit lernen, Zielkonflikte zwischen diesen Perspektiven zu erkennen, auszuhandeln und in tragfähige Lösungsvorschläge zu überführen. Zur Umsetzung dieses Ziels verband IKID drei Ergebnisdimensionen: • ein didaktisches Konzept der integrierten KI-Lehre, • ein curricular verankertes Lehrprogramm mit Zertifikat, • eine physisch-virtuelle Lehrinfrastruktur aus Demonstratoren und KI-Sandbox. Das Vorhaben wurde in sechs Arbeitspaketen umgesetzt: Projektleitung, Didaktikkonzept, Lehrinhalte und Module, technische Demonstratoren, Pilotierung der KI-Sandbox sowie Skalierung der KI-Sandbox. Der ursprünglich geplante KI-Minor wurde im Projektverlauf zu einem hochschulweit besser integrierbaren Zertifikat "Interdisziplinäre KI-Kompetenzen" weiterentwickelt. Diese Anpassung erwies sich als sachgerecht, weil sie die Studierbarkeit verbesserte und die Verankerung in mehreren Studien- und Prüfungsordnungen erleichterte.
