HINT: Hybride Interaktive Avatare für PCS-Betroffene

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Das Verbundvorhaben „HINT – Hybride Interaktive Avatare für PCS-Betroffene“ hatte das Ziel, ein avatarbasiertes Assistenzsystem zur Unterstützung von Post-COVID-Syndrom-(PCS)-Betroffenen zu entwickeln. Im Mittelpunkt standen die eigenständige Erhebung und Visualisierung gesundheitsbezogener Daten sowie die Verbesserung der Kommunikation zwischen PCS-Betroffenen und Ärztinnen und Ärzten. Das System sollte insbesondere eine niedrigschwellige, mehrsprachige und alltagsnahe Unterstützung bieten und perspektivisch in die klinische Versorgung integriert werden. Der Beitrag der Universitätsklinik Köln (UKK) bestand insbesondere in der Einbringung medizinischer Expertise, der Auswahl geeigneter medizinischer Erhebungsinstrumente sowie der Rekrutierung von PCS-Betroffenen für die geplanten Studien- und Evaluationsphasen. Das Projekt wurde als Verbundvorhaben unter Leitung der Technischen Hochschule Köln (THK) durchgeführt. Im Verlauf des Projekts kam es aufgrund eines langwierigen Ethikantragsprozesses zu erheblichen Verzögerungen und methodischen Anpassungen. Das geplante System wurde seitens der Ethikkommission unabhängig vom Entwicklungsstand als Medizinprodukt eingeordnet, wodurch die ursprünglich vorgesehenen interaktiven Test- und Evaluationsphasen mit PCS-Betroffenen nicht genehmigt wurden. In der Folge wurde das Studiendesign angepasst und der Schwerpunkt des Projekts auf qualitative Erhebungsmethoden, insbesondere Interviews und Systempräsentationen, verlagert. Im Rahmen des Teilvorhabens der UKK wurden zunächst medizinische Anforderungen an das System definiert und geeignete Assessments zur Erfassung von Aktivitätsniveau, Schmerz, psychischer Be-lastung und Lebensqualität identifiziert. Ergänzend wurden Anforderungen an kontinuierliche Verlaufsparameter wie Wohlbefinden, Energielevel, Schlafqualität und alltagsbezogene Einflussfaktoren auf die Symptomatik erarbeitet. Ein wesentlicher Beitrag der UKK bestand zudem in der Rekrutierung von PCS-Betroffenen über die infektiologische Ambulanz der UKK sowie über regionale Selbsthilfegruppen. Insgesamt konnten 27 PCS-Betroffene für die qualitativen Erhebungen des Verbundprojekts gewonnen werden. Trotz der regulatorisch bedingten Einschränkungen konnten im Projekt wichtige Erkenntnisse zu Anforderungen an digitale Assistenzsysteme für PCS-Betroffene gewonnen werden. Insbesondere wurden Anforderungen an Benutzerfreundlichkeit, Datenerhebung, klinische Anschlussfähigkeit sowie die Integration in bestehende Versorgungsstrukturen identifiziert. Die Ergebnisse liefern eine wichtige Grundlage für zukünftige Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich digitaler Gesundheitsanwendungen für PCS-Betroffene. Die detaillierte Darstellung der im Verbund erzielten Ergebnisse sowie der entwickelten Handlungsempfehlungen erfolgt im Abschlussbericht der koordinierenden Einrichtung (THK), auf den an dieser Stelle verwiesen wird.

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