Impact of pelagic Anoxia in the upwelling area off Concepción and in a pristine anoxic fjord, and the postglacial development of the Patagonian fjord region of Chile (MAPUCHE)
MAPUCHE Schlussbericht
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Abstract
Sauerstoffarme Ozeanregionen haben eine erhebliche Bedeutung für den globalen Klimahaushalt und die Freisetzung von klimarelevanten Gasen. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Sauerstoffverarmung in den globalen Ozeanen im Verlauf des Anthropozän geografisch intensiviert, mit potenziell weitreichenden, aber bislang ungewissen Folgen für die Biogeochemie unseres Planeten. Küstenauftriebsgebiete, wie das Gebiet vor Concepción, sind bekannt für regelmäßig auftretende Anoxien, welche mikrobielle Prozesse stark beeinflussen und erheblich zur Freisetzung klimarelevanter Gase wie Methan und Lachgas beitragen. Trotz langjähriger Forschung bleibt das Verständnis der Zusammensetzung und Aktivität mikrobieller Gemeinschaften unter variierenden Sauerstoffkonzentrationen sowie der zugrunde liegenden physikalischen Dynamik in diesen Schlüsselregionen begrenzt. Dieses Wissen ist jedoch entscheidend, um klimatische Veränderungen und deren Einfluss auf die globale Biogeochemie besser vorhersagen zu können. Dynamische Sauerstoffbedingungen sind nicht nur in Auftriebsgebieten, sondern auch in Ästuarien zu finden. Diese bestehen aus Becken mit geschichteten Wasserkörpern als auch dynamischen Regionen, die regelmäßig mit der Meeresumwelt interagieren. Fjorde und fjordähnliche Systeme machen etwa 43 % der globalen Ästuar Flächen aus. Gerade die Fjordregion Patagoniens ist bislang wenig erforscht, und es fehlt an multidisziplinären Ansätzen, die deren derzeitige und zukünftige Rolle in der globalen Biogeochemie umfassend einordnen können. Auch über ihre paläoökologische Entwicklung ist wenig bekannt, welche jedoch wichtige Einblicke in die historische Sauerstoffdynamik liefern und so zum Verständnis künftiger klimabe- dingter Veränderungen beitragen könnte.
