OptiRetouren - Digitale Werkzeuge zur optimierten Verwaltung in Retoure befindlicher Modewaren mit dem Ziel der schnellstmöglichen Rückführung in den Verkauf oder optimiertem Second Life
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Das Verbundvorhaben OptiRetouren ("Digitale Werkzeuge zur optimierten Verwaltung in Retoure befindlicher Modewaren mit dem Ziel der schnellstmöglichen Rückführung in den Verkauf oder optimiertem Second Life", Förderkennzeichen 16IS22046B) wurde im Zeitraum vom 01.09.2022 bis zum 31.12.2025 mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der einschlägigen Förderbekanntmachung durchgeführt. Konsortialpartner waren die INTEX EDV Software GmbH (Konsortialführer), das August-Wilhelm Scheer Institut für digitale Produkte und Prozesse gGmbH (AWSi), die hachmeister + partner GmbH & Co. KG sowie die HAIX Schuhe Produktions & Vertriebs GmbH, wobei HAIX im Projektverlauf vorzeitig aus dem Konsortium ausgeschieden ist. Ausgangspunkt des Vorhabens ist die Beobachtung, dass das stetig steigende Retourenvolumen im Modehandel nicht nur erhebliche Kosten und kaum kalkulierbare Bestandsrisiken erzeugt, sondern auch zu einer hohen Umweltbelastung führt durch die Vernichtung nicht mehr verkaufbarer Ware ebenso wie durch die hohe Anzahl an Transportvorgängen. Während ein Großteil der existierenden Forschungs- und Praxisansätze auf die grundsätzliche Vermeidung von Retouren zielt, lässt sich ein erheblicher Anteil der Retouren, etwa Auswahlsendungen, Reparaturfälle oder Falschlieferungen, nicht vermeiden. OptiRetouren hat daher den komplementären Ansatz verfolgt, unvermeidliche Retouren so optimal wie möglich weiterzuverarbeiten, sodass die Vernichtung von Ware und die Anzahl notwendiger Transporte minimiert und aus jeder Retoure eine neue Verkaufschance entsteht. Das Ziel von OptiRetouren ist es, potentiell und tatsächlich in Retoure befindliche Ware bestmöglich zu bewerten, zu analysieren und sie gleichzeitig automatisiert in die bestmögliche Weiterverwertung zu bringen. Methodisch wurde dazu der Einsatz künstlicher Intelligenz mit klassischen ERP-Prozessen verbunden: Sowohl bereits bekannte Retouren als auch Bestellungen, Verträge und Sendungen, aus denen mit hoher Wahrscheinlichkeit Retouren entstehen, werden bewertet. Auf Basis dieser Prognosen kann die optimale Weiterverarbeitung möglichst frühzeitig festgelegt werden, sodass entsprechende Transport- und Handlungsanweisungen entstehen, bevor das Produkt das Zentrallager erreicht. Als Sonderform der Retoure, die aber im Kontext der Zielsetzung Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft immer größere Relevanz erhält wurde der Prozess der Reparatur mit dem Konsortialpartner HAIX betrachtet, der viele Eigenschaften einer klassischen Retoure, aber auch zusätzliche Merkmale beinhaltet. Die Firma INTEX EDV Software GmbH übernahm mit der ERP-Plattform IX FUSION die Aufgabe, die Retouren-Prozesse inklusive der Reparatur innerhalb der Software abzubilden und stellte mit der Datenbank eine wesentliche Quelle für die zu entwickelnde KI-Lösung. Als Konsortialführer übernahm INTEX die Projektleitung des Vorhabens und stellte mit dem Projektmanagementtool Basecamp auch die zentrale Plattform für die Abstimmung und Organisation der Verbundpartner.
