Analyse der Weiterentwicklung des bestehenden Nutzereigenen Managements (NeM) zu einer technologieübergreifenden Teilnehmerverwaltung mit Schnittstellen zu Applikations- und Endgeräteverwaltung
Schlussbericht zum Teilvorhaben - Telefónica
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Abstract
Das Forschungsprojekt NeM4CrossTech untersuchte, wie das bestehende Nutzereigene Management (NeM) des BOS-Digitalfunks zu einer technologieübergreifenden Teilnehmerverwaltung für die missionskritische Breitbandkommunikation weiterentwickelt werden kann. Der Forschungsfokus von Telefónica Germany lag dabei auf der Frage, wie sich die operativ-taktischen Anforderungen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) mit den Netz-, Service- und Betriebsstrukturen von 4G-/5G-Mobilfunknetzen verbinden lassen. Im Mittelpunkt standen die erforderlichen Schnittstellen zwischen dem NeM, Mobilfunk-Kernnetzen sowie Business-Support- und Operations-Support-Systemen (BSS/OSS).
Ziel war es, die technischen Voraussetzungen für eine zentrale, sichere und interoperable Verwaltung von Teilnehmern, Geräten und Diensten in einer heterogenen Kommunikationsumgebung zu bestimmen. Hierzu wurden relevante Schnittstellenarchitekturen, Netzstrukturen, Protokolle, Parameter und Datenflüsse analysiert. Berücksichtigt wurden auch Anforderungen an Sicherheit, Datenschutz, Skalierbarkeit und Leistungsfähigkeit sowie die Kompatibilität mit bestehenden Standards und zukünftigen technologischen Entwicklungen.
Das angestrebte Zielbild verbindet ein eigenbeherrschtes Kernnetz der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) mit den Zugangsnetzen öffentlicher Mobilfunknetzbetreiber. Eine übergreifende Teilnehmerverwaltung soll als Bindeglied zwischen den Nutzerportalen, dem BDBOS-Kernnetz, den Mobilfunknetzen sowie TETRA- und Mission-Critical-Services-Plattformen (MCX) dienen. Dabei sollen unter anderem Funktionen des SIM- und Rufnummernmanagements, der Dienstebereitstellung sowie der dynamischen Steuerung von Dienstgüte, Bandbreite und Datenvolumen zusammengeführt werden. Die Zielarchitektur soll zugleich offen für unterschiedliche MCX-Plattformen sowie für zentrale und föderierte Organisationsmodelle sein.
