Trichoderma-Kolbenfäule an Mais - Risikoanalyse und Entwicklung von Managementstrategien für einen neuen Maispathogen; Akronym: TrichoMais
Schlussbericht zum Vorhaben
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Abstract
Ausgangspunkt des Projekts waren einzelne, zunächst schwer einzuordnende Fälle einer bislang unbekannten Kolbenfäule an Mais in Süddeutschland. Auffällig war dabei das Auftreten von Pilzen der Gattung Trichoderma, die bis dahin nahezu ausschließlich als nützliche Antagonisten und Biokontrollorganismen bekannt waren. Die zentrale Aufgabenstellung des Projekts bestand daher darin, systematisch zu klären, ob und unter welchen Bedingungen Trichoderma-Arten als Krankheitserreger am Mais auftreten können, welches Schadpotenzial von ihnen ausgeht und welche Risiken sich daraus für den Maisanbau ergeben. Ziel war es, erstmals eine wissenschaftlich fundierte Risikoanalyse für Trichoderma als neuartigen Maispathogen zu erarbeiten. Dazu gehörten die Erfassung der Verbreitung in landwirtschaftlichen Böden und Pflanzen, die Identifizierung pathogener Arten und Stämme, die Bewertung ihrer Pathogenität unter kontrollierten und natürlichen Bedingungen sowie die Untersuchung von Umweltfaktoren, die Infektionen begünstigen. Damit sollte eine belastbare Wissensbasis geschaffen werden, um Landwirtschaft, Beratung und Pflanzenschutz auf ein bislang nicht bekanntes Krankheitsbild vorzubereiten.
