TECON: Token-based exchange of construction data; in der Fördermaßnahme KMU Innovativ: Informations- und Kommunikationstechnologie
Sachbericht zum Verwendungsnachweis
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Abstract
Ausgangspunkt des Vorhabens TECON war die Fragestellung, wie digitale Konstruktions-, Produkt- und Nachweisdaten in dezentralen Wertschöpfungsnetzwerken sicher, nachvollziehbar und wirtschaftlich nutzbar gemacht werden können. Insbesondere im Kontext der additiven Fertigung besteht die Herausforderung, digitale Konstruktionsdaten kontrolliert bereitzustellen, deren Nutzung über Produktionslizenzen zu steuern und die daraus entstehenden physischen Bauteile eindeutig mit digitalen Informationen zu verknüpfen. Ziel des Vorhabens war daher die Entwicklung und prototypische Validierung einer Lösung, mit der Konstruktionsdaten und daraus abgeleitete Produktionsrechte tokenbasiert verwaltet, mit physischen Produkten verbunden und über einen Digitalen Produktpass zugänglich gemacht werden können. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung einer modularen Referenzarchitektur, die Spezifikation geeigneter Datenmodelle, die Tokenisierung digitaler Assets mittels Blockchain- und NFT-Mechanismen, die Integration in bestehende Shop-, CMS-, PIM- und Datenmanagementsysteme sowie die Umsetzung eines Demonstrators für ein realitätsnahes Lieferkettenszenario. Ergänzend sollte ein Mechanismus geschaffen werden, mit dem digitale Produktinformationen über QR- beziehungsweise Marker-Strukturen direkt mit dem physischen Bauteil rückverknüpft werden können. Dadurch sollte eine durchgängige Verbindung zwischen digitalem Asset, Produktionslizenz, Digitalem Produktpass und realem Produkt hergestellt werden. Neben der technischen Umsetzung verfolgte das Vorhaben das Ziel, rechtliche, wirtschaftliche, sicherheitsbezogene und akzeptanzrelevante Fragestellungen systematisch zu untersuchen. Hierzu zählten insbesondere Anforderungen an Datenschutz, Interoperabilität, Nachverfolgbarkeit, Rollen- und Rechteverwaltung, regulatorische Entwicklungen zum Digitalen Produktpass sowie tragfähige Geschäfts- und Erlösmodelle. Die technische Lösung sollte somit nicht isoliert entwickelt, sondern in einen belastbaren Governance-, Compliance- und Verwertungsrahmen eingebettet werden.
