PERFORM-LA: Performanzorientierte Professionalisierung in der Lehramtsausbildung; Förderlinie "Nachwuchsforschungsgruppen in der empirischen Bildungsforschung" Themenbereich "Forschung über Hochschulen - Zukunftswerkstatt Lehre"

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Forschungsbefunde zeigen, dass Lehramtsstudierende Schwierigkeiten haben, ihr im Studium erworbenes Grundlagenwissen in berufstypischen Situationen zielgerecht anzuwenden. Zudem wird das Lehramtsstudium häufig als praxisfern wahrgenommen. Eine Ursache hierfür ist unter anderem, dass Prüfungen im Lehramtsstudium häufig nicht auf die Performanz in berufstypischen Handlungssituationen abzielen. Im Gegensatz dazu sind handlungsnahe Prüfungs- und Lehrformate verbindlich in der Ausbildung von Mediziner*innen auch für abschlussrelevante Prüfungen integriert. In diesen komplexitätsreduzierten Performanztests werden typische Handlungsanforderungen des Berufs unter standardisierten, komplexitätsreduzierten Bedingungen simuliert, häufig mit Hilfe trainierter Schauspieler:innen. Oft werden kurze Serien solcher Simulationen in einer Art Prüfungsparcours kombiniert (objective structured teaching examinations, OSTE). In der Lehrkräftebildung werden derartige Performanztests aber nicht genutzt. Es existieren zwar vereinzelte standardisierte Instrumente; sie wurden aber bisher nur für Forschungszwecke verwendet. In der Nachwuchsforschungsgruppe PERFORM-LA wurden diese Prüfungsansätze auf die Lehramtsausbildung übertragen und exemplarisch rollenspielbasierte Simulationen als Prüfungsformat für verschiedene Domänen entwickelt und erprobt (Physik, Englisch, Bildungswissenschaften). Für alle Prototypen konnten reliable, standardisierte Maße zur Bewertung der Handlungsqualität (Performanz) entwickelt werden, die es ermöglichen, eine ausreichende Varianz für mögliche Notengebungen abzubilden und verschiedene Stufen der Performanz zu unterscheiden. Die Performanztests erwiesen sich als valide bzgl. unterschiedlicher Aspekte (inhaltlich, konvergent, ökologisch). Aus Sicht von Studierenden und Dozierenden eignen sie sich als Prüfungsformate unter der Bedingung, dass auf dieses Format in Lehrveranstaltungen passend vorbereitet wird und eine faire, transparente Bewertung erfolgt.

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