HYTORF II Verbundvorhaben: Herstellung und Bewertung von Torfersatzstoffen auf Basis der hydrothermalen Umwandlung aus biogenen Reststoffen; Teilvorhaben 2: Substrathydrologische und pflanzenbauliche Bewertung hydrothermal erzeugter Torfersatzstoffe

Einfluss und Bewertung von Einmischungen aus hydrothermal karbonisierten Pflanzenrückständen (HYTORF II) auf die hydraulischen Eigenschaften von Substraten im Gartenbau (AP2, AP3, AP4)

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Das im Großversuch produzierte HTC-Substrat wich hinsichtlich Struktur und hydrophysikalischer Eigenschaften deutlich von Variante 6 aus dem Laborversuch ab. Dennoch wurden auf dieser Grundlage Substrate mit 10 %, 20 % und 30 % HTC-Anteil durch die Firma Störk GmbH (Nauen) hergestellt. Als Zuschlagstoffe kamen Kokosfaser, Rindenhumus, Kompost und Holzfaser zum Einsatz. Die auf dieser Basis entwickelten Blumenerden waren hinsichtlich ihrer hydrophysikalischen Eigenschaften mit qualitativ hochwertigen, kommerziellen Substraten vergleichbar. Für die Topfnutzung ergab sich eine gute Bewertung. Aufgrund der geringeren Wasserkapazität im Feldeinsatz wurde nur eine befriedigende Einstufung erreicht. Die Gesamtbewertung der untersuchten Substrate war „medium“. Unter den vorliegenden Versuchsbedingungen (Einwaage 1920 g TS je Gefäß; sehr hohe Düngung) zeigten sich kultur- und zielgrößenspezifische Effekte von HTC sowie Düngung. Während Düngungseffekte häufig dominierend waren, traten bei einzelnen Kulturen (insbesondere Mais und Kohlrabi) deutliche Interaktionen zwischen HTC und Düngung auf. Für eine weiterführende Bewertung wird eine Validierung unter praxisnäheren Bedingungen empfohlen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Probe mit bis zu 40 Vol.-% in N-stabilen Materialien als Substratkomponente verwendet werden kann. Da dieses Material den Großversuchen vermutlich nicht hydrothermal Carbonisiert sondern nur Vaporisiert wurde ist die N-Immobilisierungsrate mit 126 mg/l (10%HTC), 92 mg/l (20%HTC) und 232 mg/l (30%HTC) extrem hoch, da das sogenannte HTC-Material extrem mineralisiert und Stickstoff fixiert.

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