WIR! - Blockchain - IWCeID: Integration eID in Inter-Wallet-Credential-Exchange; TP2: Anreizsysteme und Funktionsausbau in IWCE
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Hannover : Technische Informationsbibliothek
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Das Verbundprojekt IWCeID verfolgte das Ziel, die im Startervorhaben "BCS-ID" der Blockchain-Schaufensterregion Mittweida entwickelte Lösung "Inter-Wallet-Credential-Exchange" (IWCE) sowohl organisatorisch als auch technologisch weiterzuentwickeln. IWCE beschreibt ein Protokoll zum sicheren Austausch von Verifiable Presentations (VPs) zwischen Wallets unterschiedlicher Diensteanbieter, wobei private Schlüssel stets in der jeweiligen Anwendung verbleiben und der Datenaustausch ausschließlich über signierte Universal-/App-Links sowie TLS-gesicherte Kanäle erfolgt.
Das Teilvorhaben der Hochschule Mittweida fokussierte auf drei Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte:
- Key-Rotation und DID-Methoden: Erforschung geeigneter Verfahren für den Umgang mit dem Verlust privater Schlüssel. Evaluation verschiedener DID-Methoden (did:ethr, did:btcr, did:web, did:keri) sowie der Anforderungen aus dem Architecture and Reference Framework (ARF) der eIDAS-Expertengruppe hinsichtlich Kosten, Privatsphäre, Datensicherheit, Usability und Dezentralitätsgrad.
- Credential Revocation: Entwicklung einer Methode, mit der man einmal vergebene digitale Nachweise wieder ungültig machen kann - egal ob diese auf einer öffentlichen oder privaten Blockchain gespeichert sind oder auf einer einfachen Liste stehen.
- Nutzungsanreize/Trustless Information Swap: Erforschung neuartiger, sicherer und "vertrauensloser" Monetarisierungsmöglichkeiten für den Informationsfluss im IWCE-Ökosystem. Ziel war die Entwicklung eines Mechanismus, der es Akteuren ermöglicht, verifizierbare Informationen ohne gegenseitiges Vertrauen auszutauschen und dabei gleichzeitig eine faire Vergütung sicherzustellen. Technologisch stützte sich der Ansatz auf Blockchain-basierte Smart Contracts zur automatisierten, manipulationssicheren Abwicklung von Transaktionen sowie auf homomorphe Verschlüsselung, die es erlaubt, Berechnungen auf verschlüsselten Daten durchzuführen, ohne deren Inhalt offenzulegen. Auf diese Weise sollte ein atomarer Informationstausch realisiert werden, bei dem Datenlieferung und Bezahlung in einem einzigen, unteilbaren Schritt erfolgen.
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