DESMEX II - Deep electromagnetic sounding for mineral exploration – innovative technologies, integration, application and exploitation; Anschlussvorhaben zum BMBF-Verbundvorhaben DESMEX, das im Rahmen des BMBFProgramms: "r4 - Innovative Technologien für Ressourceneffizienz - Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe" im Themenfeld: "Gewinnung von Primärrohstoffen - Entwicklung von Konzepten zur Exploration von Primärrohstoffen" gefördert wurde

Gemeinsamer Schlussbericht

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Die Sicherung der Rohstoffversorgung bleibt eine zentrale politische und gesellschaftliche Aufgabe mit geostrategischer Dimension für Deutschland und Europa. Der Exploration kommt eine wichtige Bedeutung bei der Steigerung der Ressourcen und Reserven zu; sie steht am Beginn der Wertschöpfungskette und ist Voraussetzung für die Reservenabschätzung und ultimativ für die bergbauliche Gewinnung. Nichtinvasive, luftgestützte geophysikalische Erkundungsmethoden sind geeignet zur effizienten flächenhaften Erkundung und liefern erste Hinweise auf Vorkommen im Untergrund; sie sind deshalb zentraler Bestandteil von Explorationsprogrammen. Da davon ausgegangen werden kann, dass oberflächennahe Vorkommen in Deutschland und weltweit weitestgehend bekannt oder schon abgebaut sind, werden Methoden benötigt, aus denen explorationsrelevante Aussagen über tiefliegende Vorkommen bis über 1000 m Tiefe und solche unter Überdeckung getroffen werden können. Das Gesamtziel von DESMEX II bestand darin, neue Ansätze für luftgestützte (airborne) und bodenluftgestützte (semi-airborne) Methoden der elektromagnetischen (EM) Tiefensondierung mit großen Aussagetiefen zur Anwendungsreife zu führen und deren Einsatz an relevanten Fallstudien zu demonstrieren. Die Einzelziele bestanden in der Entwicklung höchstempfindlicher Sensorik für hubschrauber- und drohnengestützte Instrumente, der Entwicklung von Softwarelösungen für die Datenbearbeitung und die drei-dimensionale Bildgebung (3D Inversion), der Durchführung von Demonstrationsmessungen und der Verwertung der Ergebnisse im wissenschaftlichen und industriellen Kontext. Diese Ziele waren risikobehaftet; aus diesem Grund war eine Förderung durch das BMBF beantragt worden. Die Aussagetiefen mit kommerziell genutzten Hubschraubersystemen lag zu Projektbeginn bei etwa 100-500 m, Datenprodukte umfassten in der Regel lokal geschichtete Leitfähigkeitsmodelle (1D Datenanalyse) und Drohnensysteme waren noch nicht für die EMTiefenexploration eingesetzt worden. Die anvisierten Ziele stellten somit eine erhebliche Erweiterung des Standes der Wissenschaft und Technik sowohl hinsichtlich der zu erreichenden Eindringtiefe von bis zu 1000 m, der Aussagekraft von 3D Modellen gegenüber 1D Modellen als auch der Nutzbarmachung von Drohnensystemen dar.

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