Verbundprojekt: Effiziente und sichere 6G-Industrie-Campusnetze mittels KI-gestützter Joint-Communication-&-Sensing-Verfahren - 6G-CAMPUS
Schlussbericht
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Abstract
Das Verbundvorhaben 6G‑CAMPUS verfolgte das Ziel, ein speziell auf industrielle Campusnetze zugeschnittenes 6G‑Netzkonzept („OpenXG“) zu entwickeln und prototypisch umzusetzen. Im Fokus standen sichere, effiziente und lokal betriebene 6G‑Campusnetze, die neben der Kommunikation auch Joint‑Communication‑and‑Sensing‑(JCAS-)Funktionen für Umgebungs- und Sicherheitsanwendungen bereitstellen. Ausgangspunkt war die Lücke zwischen komplexen, primär auf öffentliche Mobilfunknetze ausgerichteten 3GPP‑Lösungen und den spezifischen Anforderungen industrieller Produktionsumgebungen, insbesondere der flexiblen Blechfertigung. TRUMPF definierte gemeinsam mit den Verbundpartnern Anforderungen und Key Performance Indicators (KPI), erarbeitete eine 6G‑Campusnetz‑Systemarchitektur mit offenen Schnittstellen (Open‑RAN‑Ansatz) und setzte zwei zentrale Demonstratoren um: (1) einen SDR‑basierten JCAS‑Demonstrator an einer Werkzeugmaschine des Typs TruLaser 5030 zur funkbasierten Überwachung des Sicherheitsbereichs sowie (2) einen Bluetooth‑basierten JCAS‑Ansatz zur Erfassung von Bewegungen und Maschinenzuständen im Maschineninnenraum. Ergänzend wurde mit einem Network‑of‑Networks‑Demonstrator die dynamische Reallokation von Funkressourcen im Zusammenspiel eines 6G‑Netzes mit einem AGV‑Netzwerk untersucht. Messkampagnen im realen Produktionsumfeld bei TRUMPF in Ditzingen belegten prinzipielle Eignung und Grenzen funkbasierter Umgebungserfassung in metallisch geprägten Fabrikhallen und lieferten Erkenntnisse zu Detektionsqualität, Robustheit und Integrationsaspekten in bestehende IT/OT‑Landschaften. Die Ergebnisse schärfen aus industrieller Perspektive die Anforderungen an zukünftige 6G‑Campusnetze mit JCAS‑Funktionalität, bilden eine Basis für neue Sicherheits‑ und Monitoringfunktionen an Werkzeugmaschinen sowie für 6G‑gestützte Condition‑Monitoring‑, OEE‑ und Service‑Angebote und leisten einen Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands und Europas im entstehenden 6G‑Ökosystem.
