Käte Hamburger Kolleg "Dis:konnektivität in Globalisierungsprozessen"
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Das 2021 gegründete Käte Hamburger Kolleg „Dis:konnektivität in Globalisierungsprozessen“ (kurz: global dis:connect) erschließt ein neues Forschungsfeld, das das bisher sehr einseitige Verständnis von Globalisierung als unaufhaltsame Intensivierung globaler Verdichtung und Vernetzung grundlegend neu denkt. Der vom Kolleg entwickelte Begriff der Dis:konnektivität betont das sich wechselseitig bedingende, spannungsreiche Verhältnis von globaler Verflechtung, fehlender Verbindung und Entflechtung, die erst in Relation zueinander wirksam werden. Das stellt in der Globalisierungsforschung einen völlig neuen Ansatz dar, den das Kolleg in einer ersten Förderphase (2021–2025) anhand dreier grundlegender Formen von Dis:konnektivität (Unterbrechungen, Abwesenheiten, Umwege), die in historischen und gegenwärtigen Globalisierungsprozessen von prägender Bedeutung sind, erstmals erschlossen hat.
