"SPIRIT - Summer School zu Geschlechtswendigkeit bei psychischen Erkrankungen - wie Diagnose und Therapie verbessert werden können"

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Hannover : Technische Informationsbibliothek

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Ziel der Summer School SPIRIT war, das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Aspekte bei psychischen Erkrankungen in klinischer Praxis und Forschung zu erhöhen, sowie die Teilnehmenden praxisnah zur Umsetzung geschlechtersensiblen medizinischen Handelns zu befähigen. Inhaltlich fokussierte sich die Veranstaltung auf die drei Störungsbilder Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Depressionen und Essstörungen. Dabei verfolgte die Summer School folgende Ziele:

  1. Erhöhung des Bewusstseins für die Geschlechtswendigkeit psychischer Erkrankungen: Die Summer School vermittelte evidenzbasierte Grundlagen zur Relevanz geschlechtersensibler Aspekte in der psychiatrischen Diagnostik und Therapie. Sie initiierte Reflexionsprozesse hinsichtlich potenzieller geschlechtsbezogener Biases in Forschung und Versorgung und stärkte die Integration entsprechender Perspektiven in der klinischen Praxis.
  2. Vermittlung von Handlungskompetenz zur geschlechtswendigen Behandlung psychischer Erkrankungen: Die Veranstaltung vermittelte anwendungsorientierte Strategien zur Berücksichtigung geschlechterspezifischer Aspekte bei der Behandlung psychischer Erkrankungen. Anhand konkreter Fallbeispiele sowie unter Einbezug von Betroffenen und Simulationspersonen wurden praxisrelevante Kompetenzen aufgebaut und erprobt.
  3. Förderung von Translation und Anwendung: Durch den Einsatz aktivierender Lehr- und Lernformate (u. a. Problemorientiertes Lernen und die Entwicklung eigener Forschungsansätze) wurden die Teilnehmenden zur eigenständigen Übertragung der Inhalte in Forschungskontexte und in die klinische Praxis befähigt. Das Ziel war die Entwicklung konkreter, umsetzbarer Ansätze für geschlechtersensible medizinische Praxis und Forschung.
  4. Stärkung von Vernetzungsstrukturen: Das Vorhaben förderte gezielt den interdisziplinären und generationenübergreifenden Austausch der Teilnehmenden mit Forschenden sowie die Vernetzung mit Expert:innen der geschlechtersensiblen Medizin. Die Einbindung unterschiedlicher Akteursgruppen (Medizin, Psychologie, Selbsthilfe) zielte darauf ab, neue Impulse für Forschung und Versorgung zu generieren.
  5. Sicherung und Dissemination der Ergebnisse: Die im Rahmen der Summer School generierten Erkenntnisse werden systematisch aufbereitet und im Rahmen eines Sonderhefts der Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie (ZKJP) publiziert, um eine nachhaltige Sichtbarkeit und Übertragbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten. Die Publikation des Sonderhefts erfolgt zeitnah.

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