Schlussbericht zum Verbundprojekt CP-Diadem - Erkennung von Zerebralparesen im Säuglingsalter durch ein modulares Sensorsystem; Teilvorhaben der TU Berlin: Bewegungsdetektion bei Säuglingen mit Zerebralparese mittels Inertialsensoren und nutzerzentrierter Gestaltung
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Abstract
Unilaterale Zerebralparese ist eine nicht fortschreitende Erkrankung, welche während, vor oder kurz nach der Geburt eintritt. Infantile Hemiparesen können weiterhin durch Schlaganfälle oder Unfällen mit Hirnverletzungen auftreten. Mit einer frühen Diagnose innerhalb des ersten Lebensjahres, ist es möglich eine zielgerichtete Therapie einzuleiten und Folgeschäden und hohe spätere Rehabilitationskosten zu vermeiden oder zu reduzieren. Die bestehenden Versorgungsansätze sehen zwar die Überprüfung der grobmotorischen Entwicklung während der U4 (3. bis 4. Lebensmonat) vor, es findet jedoch meist keine zielgerichtete Untersuchung gut geschulter Diagnostiker:innen statt.
Das Ziel des Teilvorhabens war daher die systematische Entwicklung und Validierung der Bewegungserkennung zur Unterstützung der Früherkennung neurologischer Bewegungseinschränkungen. Durch die Integration wissenschaftlicher Erkenntnisse und deren Umsetzung in technisch erfassbare Parameter wurde eine Sicherung und Steigerung der Qualität der Früherkennung und Diagnostik angestrebt.
Die Aufgaben des Teilvorhabens lagen in der nutzerzentrierten Gestaltung des Systems durch die Einbeziehung der jungen Familien sowie des medizinischen Personals, sowie der Entwicklung von Algorithmen zur Charakterisierung und Klassifizierung der Säuglingsbewegungen. Das Endergebnis sollte ein individuell auf die ärztlichen Rahmenbedingungen anpassbares Diagnoseunterstützungskonzept sein, in dem die Bedürfnisse aller beteiligten Nutzerinnen und Nutzer berücksichtigt werden. In Bezug auf das technische System konzentrierte sich die TU Berlin die auf die Auswahl der Inertialsensorik (IMUs), auf die Algorithmenentwicklung sowie auf die finale Validierung.
